Was, wenn nicht alles wahr ist, was du denkst? | Folge 1

Shownotes

Willkommen zur ersten Folge von Hinter dem Schleier.

In dieser Episode sprechen wir über die Frage:

Was bedeutet es eigentlich, bewusst zu sein?

Ich teile mit dir einen sehr persönlichen Teil meiner eigenen Geschichte, erzähle von einer Frage, die nach dem plötzlichen Tod meines besten Freundes in mir aufgetaucht ist und bis heute mein Leben prägt, und wir schauen gemeinsam darauf, warum wir unseren Gedanken oft mehr glauben als der Wirklichkeit.

In dieser Folge:

00:10 Begrüßung 01:36 Meine Geschichte & Das Bewusstsein 10:06 Wie das Unterbewusstsein und innere Programme unser Leben beeinflussen 15:11 Warum Bewusstsein wichtig ist 16:17 Warum Gedanken nicht automatisch die Wahrheit sind

Das Erkennen der eigenen Progamme: 19:25 Werkzeug 1 - Der Beobachter 20:21 Werkzeug 2 - Tatsache oder Geschichte 22:24 Werktzeug 3 - Der Atemzug 23:11 Werkzeug 4 - Die Abendfrage

25:22 Eine geführte Meditation: „Die Begegnung mit dem ersten Schleier“ ✨ Frage für die kommende Woche:

Ist das wirklich wahr? Oder ist es eine Geschichte, die ich gelernt habe zu glauben?

🌿 Mehr von mir:

YouTube: Stella Anima

Alles Liebe,

Lydia Maria

Transkript anzeigen

00:00:18: Hallo und schön, dass du da bist hier bei meinem neuen Format hinter den Schleier.

00:00:23: Heute möchte ich mit dir über eine Frage sprechen – eine Frage die mein Leben verändert hat!

00:00:30: Die Frage was bedeutet es eigentlich bewusst zu sein?

00:00:35: Wir hören dieses Wort momentan ja ständig.

00:00:38: Bewusst leben, bewusst essen, bewusst denken.

00:00:41: aber was bedeutet das eigentlich und wie können wir das erreichen?

00:00:47: Für mich begann die Antwort auf diese Frage nicht in einem Buch, auch nicht in einer Ausbildung oder Meditation.

00:00:54: Sondern mit einer einzigen Frage, die nach dem plötzlichen Tod meines besten Freundes in mir auftauchte und dann auch nie wieder verschwunden ist.

00:01:04: Und von dieser Frage möchte ich dir heute erzählen.

00:01:07: Ich möchte mit dir erkunden warum wir so oft auf Autopilot durch unser Leben gehen weshalb wir unseren Gedanken auch so viel Macht geben Und was sich verändert, wenn wir beginnen sie zu beobachten?

00:01:23: Natürlich habe ich dir auch einige einfache Werkzeuge für deinen Alltag mitgebracht und zum Schluss wartet eine kleine Meditation auf dich.

00:01:32: Also lass uns gemeinsam hinter den ersten Schleier schauen!

00:01:38: Wenn mich heute jemand fragt wann mein Weg zur Mehrbewusstsein begonnen hat Dann könnte ich vieles erzählen.

00:01:46: Ich könnte von Reiki-Ausbildungen, meiner Ausbildung zur Reiki Lehrerin erzählen, von Meditationen, Rückführungen, von spirituellen Erfahrungen oder auch von meinem Lernen der Kabbalahe, von Büchern, Ausbildungen inneren Reisen.

00:02:01: aber wenn ich ganz ehrlich bin dann begann alles mit einer Frage Nach dem plötzlichen Tod meines besten Freundes stelle dich mir genau eine Frage Kannst das jetzt wirklich gewesen sein?

00:02:17: Es kann doch nicht sein, dass es jetzt völlig vorbei ist, dass wir keinen Kontakt mehr haben.

00:02:23: Kann das wirklich die Wahrheit

00:02:24: sein?".

00:02:26: Und diese Frage hat etwas in mir geöffnet – nicht weil ich sofort Antworten gefunden hätte sondern weil ich begonnen habe anders hinzusehen!

00:02:38: Das spannende war und viele von euch kennen das vielleicht vermutlich.

00:02:42: Wenn man einen wichtigen Menschen völlig überraschend verliert, dann kommt erst die Schwere.

00:02:48: Die Trauer auch das Unverständnis und die Machtlosigkeit.

00:02:54: Aber diese Frage – Das kann es doch jetzt nicht wirklich gewesen sein!

00:02:59: Die ging einfach nicht weg.

00:03:01: Die ist geblieben Und zwar ganz vehement.

00:03:04: Ich konnte das damals aber auch nicht wirklich einordnen.

00:03:07: Vielleicht ist das ja eine klassische Frage Ein klassischer Gedanke den jeder hat wenn er jemanden verliert Und ich hätte zu dem damaligen Zeitpunkt auch nicht geglaubt, wie wichtig es war diese Frage im Kopf zu haben.

00:03:24: Und irgendwann habe ich mich dann an etwas sehr, sehr Wichtiges von meinem guten Freund erinnert und habe nach konkreten Infos gegoogelt.

00:03:33: Das Erste was mir regelrecht ins Auge gesprungen ist, was sofort da war, war ein Buchvorschlag.

00:03:41: Und zwar mit dem Titel Gestorben Ist Noch Lange Nicht Tod Und das Lesen dieses Titels hat etwas in mir zutiefst durchgerüttelt, erschüttert.

00:03:54: Ich musste natürlich sofort das Buch bestellen und lesen.

00:03:57: Rückblickend glaube ich, dass damals etwas eigentlich ganz Kleines passiert ist – es war nicht spektakulär!

00:04:05: Es war kein Blitzschlag, keine Offenbarung sondern eher das Gefühl, dass sich eine Tür einen Spalt öffnet.

00:04:16: Eine Tür von der vorher gar nicht wusste oder mich zumindest nicht mehr erinnert habe, dass sie überhaupt existiert.

00:04:25: Und plötzlich war da ein Gedanke den ich vorher nie zugelassen hätte – was wenn ich nicht alles weiß?

00:04:35: Was wenn meine Sicht auf die Welt nur ein ganz, ganz kleiner Ausschnitt ist?

00:04:41: Was Wenn es mehr gibt als das, was ich sehe oder auch messen und erklären kann?

00:04:47: nicht weil ich plötzlich alle Antworten hatte, sondern weil ich zum ersten Mal bereit war Fragen zuzulassen.

00:04:56: Und dann habe ich begonnen zu meditieren.

00:04:59: Ich dachte mir okay du musst dich jetzt wieder auf die Reihe bekommen.

00:05:03: Meditieren soll gut dafür sein und ich war definitiv keine Expertin habe das das erste mal gemacht und wie so viele YouTube geführte Meditationen eingegeben und das Thema Wald hat mich einfach angesprochen und dachte mir, dass ist eine feine Meditation.

00:05:21: Ich glaube es ging auch um eine Reise zum Krafttier.

00:05:25: Und während dieser ersten Meditationserfahrung habe ich Erfahrungen gemacht die ich mir damals überhaupt nicht erklären konnte.

00:05:37: Es sind Bilder aufgetaucht Gefühle aufgetauscht Eindrücke Menschen, Dinge die sich unglaublich real angefühlt haben.

00:05:49: Es fühlte sich nicht an als würde ich etwas erfinden.

00:05:52: das war das merkwürdige dran.

00:05:54: es fühlten sich eher an als Würde ich mich wieder an etwas zurück erinnern.

00:06:00: und ehrlich gesagt dachte ich damals okay jetzt bist du reif für die klapse aber es hat sich gezeigt dass hier einfach noch so viel mehr existiert.

00:06:11: also wir vor allem in unseren getriebenen gestressten Phasen unseres Lebens überhaupt bemerken, wo wir ohnehin die Augen vor allem unsichtbaren verschließen.

00:06:22: Ja und dann war alles wieder da!

00:06:25: Alles was ich als Kind wahrnehmen konnte und für den mich ganz lange Zeit die Augen verschlossen hatte aus Angst und natürlich Aus unwissenheit Es war einfach wieder da.

00:06:38: Und so begann auch meine Reise Mit dieser einen Frage der Frage Ist das wirklich die Wahrheit?

00:06:48: Ist es tatsächlich

00:06:49: so?".

00:06:50: Und so sitze ich heute hier und weiß, tiefe beginnt oft nicht mit einer Antwort sondern mit einer ehrlichen Frage.

00:07:02: Und vielleicht beginnt Bewusstsein auch genau dort in dem Moment, in dem wir nicht mehr nur funktionieren, nicht mehr reagieren, Wir einfach stehen bleiben und fragen, was passiert hier gerade in mir?

00:07:30: Viele Menschen verbinden Bewusstsein denke ich mit Spiritualität.

00:07:35: Mit Meditation Erleuchtung mit besonderen Erfahrungen.

00:07:39: aber heute glaube ich bewusst sein beginnt viel viel früher.

00:07:44: Bewusstsein beginnt in einem sehr einfachen Moment indem du bemerkst was gerade tief in dir drinnen geschieht.

00:07:55: da ist ein Gedanke Ein Gefühl, eine Reaktion oder Bewertung.

00:08:02: Da ist eine Geschichte und ich kann sie sehen.

00:08:06: Das klingt ganz einfach aber genau das verändert alles!

00:08:12: Denn die meisten von uns leben große Teile wie gesagt ihres Alltags im Autopilot nicht weil wir falsch sind, nicht weil Wir unbedingt unbewusst sein wollen sondern weil unser Gehirn einfach ja Programme liebt.

00:08:26: Es spart Energie, es speichert Erfahrungen.

00:08:30: Es zieht schnell Schlüsse und schützt uns!

00:08:33: Aber manchmal schützst unser altes Programm vor einer Gefahr die heute eigentlich gar nicht mehr existiert.

00:08:43: Stell dir vor du gehst durch eine Stadt und zwei Menschen seh'n dich an Und sofort entsteht ein Gedanke.

00:08:52: Warum schauen die so?

00:08:54: Stimmt etwas mit mir nicht?

00:08:56: Habe ich etwas im Gesicht oder sehe ich komisch aus, habe ich was falsch gemacht?

00:09:01: Ich kenne solche Momente sehr gut.

00:09:04: Denn früher habe ich oft geglaubt Menschen würden wegen meiner Haut schauen.

00:09:08: Vielleicht stimmt das auch manchmal aber vielleicht auch nicht.

00:09:14: Aber dass eigentlich Interessante war... ...ich wusste es nicht und trotzdem begann mein Verstand eine Geschichte zu erzählen Eine Geschichte darüber Was die anderen vielleicht denken, eine Geschichte darüber was ihr Blick bedeuten könnte.

00:09:35: Eine Geschichte über mich und genau da liegt der Schlüssel.

00:09:41: ich habe nicht nur auf den Blick reagiert Ich hab' auf die Bedeutung reagiert, die ich diesen Blick gegeben habe.

00:09:51: Und genau hier finde ich beginnt bewusst sein Nicht wenn der Gedanke sofort verschwindet sondern wenn Moment, das ist eine Interpretation oder Annahme aber keine Tatsache.

00:10:12: Unser Unterbewusstsein ist wie ein riesiger innerer Speicher.

00:10:17: Dort liegen unsere Erfahrungen und unsere Erinnerungen, unsere Gefühle natürlich, Schutzmechanismen, Überzeugungen und Schlussfolgerungen über uns selbst – und viele dieser Schlussfolgarungen entstehen sehr früh!

00:10:33: Ein Kind denkt sicher nicht bewusst, ich muss brav sein um geliebt zu werden.

00:10:38: Aber es kann spüren wenn ich brav bin dann ist das irgendwie friedlicher oder wenn Ich leiste Dann bekomme ich Anerkennung und Lob.

00:10:51: Das fühlt sich gut an.

00:10:54: Wenn ich keine Probleme mache dann gehöre ich dazu Oder wenn ich stark Bin dann werde ich Nicht zur Last Und daraus entstehen unsere inneren Programme.

00:11:10: Nicht als diese klaren Sätze, sondern als Gefühl – als automatische Reaktion, als Körperwissen.

00:11:20: und später also Erwachsene merken wir dann vielleicht nur ich kann nicht Nein sagen oder Ich fühle mich ständig verantwortlich!

00:11:30: Ich muss alles kontrollieren oder darf keine Fehler machen.

00:11:35: und leisten, um wertvoll zu sein.

00:11:39: Aber wir merken oft nicht, dass darunter ein altes Programm läuft.

00:11:45: Bewusstsein bedeutet dann ich sehe das Programm!

00:11:50: Und wenn ich es sehen kann, bin ich ihm nicht völlig ausgeliefert.

00:11:58: Ich habe es vorher kurz angesprochen.

00:12:01: Seit ich achtzehn Jahre alt bin, habe Manche kennen das vielleicht unter dem Namen Weißfleckenkrankheit, wobei ich ehrlich gesagt dieses Wort nicht mag.

00:12:11: Weil für mich ist es keine Krankheit sondern ja einfach eine Veränderung der Haut.

00:12:16: Mittlerweile ist Vitiligo glaube auch relativ bekannt geworden durch das Supermodel Vinnie Hallow.

00:12:23: Auch Michael Jackson hatte zum Beispiel Vitilligo und dennoch habe ich damals mit meiner Haut gehadert.

00:12:34: Ich war ganz offensichtlich anders als andere Und das sah man natürlich auch und mit den Jahren sah man es auch immer mehr.

00:12:42: Aber ich habe mit der Zeit gelernt, meine Haut anzunehmen.

00:12:48: Zumindest dachte ich das.

00:12:50: Das Spannende war die Vitiligo selbst war nie mein eigentliches Problem.

00:12:57: Mein eigenliches Problem war etwas völlig anderes – das Gefühl dass ich mich erklären muss!

00:13:05: Es müsste ich begründen warum ich überhaupt so aussehe Als müsste ich anderen ihre Unsicherheiten nehmen, wenn sie starren.

00:13:16: Als müsste Ich mich rechtfertigen und erklären warum ich überhaupt meinen Platz hier verdient habe.

00:13:23: Und erst als ich begonnen habe das bewusst wahrzunehmen Da wurde etwas frei Nicht weil sich äußerlich alles verändert hat Sondern weil ich erkannt hab Das ist nicht die Wirklichkeit!

00:13:39: Das ist nur eine Geschichte Eine Geschichte, die ich irgendwann gelernt hatte Und die Menschen hatten nie ein Problem mit meiner Haut.

00:13:48: Ich hatte einen Problem mit der Geschichte, die ich über meine Haut erzählt habe und je bewusster ich wurde desto mehr begann ich mich zu fragen wer hat eigentlich entschieden dass ich mich erklären muss?

00:14:06: Und plötzlich wurde mir klar zwischen dem was ist und dem was wir darüber glauben liegt auf deine ganze Welt Und vielleicht kennst du deine eigene Version davon.

00:14:23: Vielleicht ist es bei dir nicht die Haut, nicht dein Körper, vielleicht ist es deinen Alter, dein Berufs-, deine Herkunft oder auch deine Sensibilität – vielleicht auch deine Vergangenheit?

00:14:40: Vielleicht gibt es irgendetwas von dem du glaubst.

00:14:43: das macht mich anders!

00:14:45: Das macht mich zu viel oder nicht genug und deshalb muss ich mich erklären.

00:14:53: Vielleicht gibt es etwas in deinem Leben, von dem du glaubst?

00:14:56: Das muss ich erklären.

00:15:00: Dafür muss ich mich vielleicht sogar schämen und vielleicht ist genau das der Schleier!

00:15:06: Nicht dass was ist sondern die Bedeutung, die wir dem geben, was isst.

00:15:15: Ja warum ist Bewusstsein nun also eigentlich so wichtig?

00:15:19: Tja weil wir sonst unser Leben in Geschichten verbringen.

00:15:25: Wir reagieren auf Gedanken als wären sie absolute Fakten.

00:15:29: Wir führen innere Kämpfe, die vielleicht überhaupt nie nötig waren.

00:15:33: Wir halten uns klein, wir ziehen uns zurück – wir überfordern uns und sagen ja wenn wir eigentlich nein meinen!

00:15:42: Wir versuchen so perfekt wie möglich zu sein.

00:15:45: Wir suchen Sicherheit an Orten, an denen es einfach keine absolute Sicherheit gibt Und oft glauben wir…so bin ich eben.

00:15:57: Aber vielleicht stimmt das gar nicht.

00:16:00: Vielleicht bist du nicht so.

00:16:02: Vielleicht ist das einfach nur ein Muster, ein altes Programm.

00:16:10: Vielleicht ist es nur eine Geschichte die lange genug wiederholt wurde bis sie sich wie Wahrheit angefüllt hat?

00:16:24: Eine der befreiensten Erkenntnisse meines Lebens war.

00:16:30: ich muss nicht jedem Gedanken glauben Ich muss nicht jeder Angst folgen!

00:16:38: Ich muss auch nicht jede Bewertung übernehmen.

00:16:42: Ein Gedanke kann wirklich sehr, sehr laut sein.

00:16:46: Und trotzdem kann er unwahr sein!

00:16:51: Eine Angst kann sich auch absolut real anfühlen und trotzdem nicht die Wahrheit sein.

00:16:59: Eine Bewertung kann vertraut sein und trotzdem eigentlich nichts mit der Wirklichkeit zu tun haben.

00:17:05: Wie gesagt Bewusstsein bedeutet nicht keine Gedanken zu haben sondern ich erkenne dass ich Gedanken habe aber Ich bin nicht meine Gedanken der Raum, in dem sie auftauchen.

00:17:20: Die Frage die deshalb für mich alles verändern kann lautet ist das wirklich wahr?

00:17:28: und nicht fühlt es sich wahr an denn vieles fühlt sich für uns wahr an weil wir ja es oft genug gedacht haben sondern is das wirklich war?

00:17:39: Ist es eine Tatsache oder ist es nur eine Interpretation?

00:17:44: Eine Annahme?

00:17:47: weiß ich dass wirklich?

00:17:48: zu hundert Prozent oder erzählt mein Verstand gerade eine Geschichte.

00:17:56: Diese Frage ist sehr einfach und sehr schlicht, aber sie kann Türen öffnen!

00:18:04: Und vielleicht fragst du dich jetzt schön gut?

00:18:07: Aber wie werde ich denn jetzt bewusster?

00:18:10: Wie erkenne ich diese Geschichten überhaupt wenn Sie ohnehin so selbstverständlich geworden sind für mich?

00:18:16: Genau das ist die gute Nachricht.

00:18:19: Bewusstsein ist nichts was man erst lernen muss.

00:18:22: Es ist da, es ist wie ein Muskel den man trainieren kann.

00:18:27: Nicht durch stundenlange Meditation und auch nicht durch irgendwelche komplizierten Techniken sondern durch die ganz kleinen Momente im Alltag.

00:18:39: Deshalb möchte ich dir heute auch vier einfache Werkzeuge für deinen Alltag mitgeben.

00:18:46: Und vielleicht ist ja ein Tool dabei wo du sagst das nehme ich, dass mit dem kann ich arbeiten.

00:18:53: Also keine weiteren Tutus für deine vermutlich ohnehin schon volle Liste, sondern einfach kleine Einladungen bewusst wahrzunehmen was in dir gerade geschieht.

00:19:05: Denn Bewusstsein entsteht seltenen den großen Momenten.

00:19:09: es entsteht auf denen ganz ganz kleinen Augen blicken dazwischen In dem moment indem wir einfach kurz innehalten hinschauen und erkennen ah da ist sie wieder die Geschichte Werkzeug Nummer eins der Beobachter.

00:19:32: Halte mehrmals am Tag einfach kurz inne, nur für einen Moment und frag dich was denke ich gerade?

00:19:41: Was fühle ich gerade ?

00:19:45: Was passiert gerade in meinem Körper?

00:19:50: Und welche Geschichte erzählt mein Kopf gerade?

00:19:55: Das ganze bitte nur beobachten nicht verändern oder analysieren!

00:19:59: Denn alles was du beobachen kannst das bist Du nicht vollständig.

00:20:04: Du bist ja deutlich mehr als das Muster, also werde ganz bewusst zu dem Beobachter deiner Gedanken und Gefühle.

00:20:13: Was denke ich?

00:20:14: Was fühle ich?

00:20:15: Und was passiert gerade in meinem Körper?

00:20:18: Welche Geschichte erzählt mein Kopf?

00:20:22: Werkzeug Nummer zwei Tatsache oder Geschichte?

00:20:27: Wenn du dich verletzt fühlst oder abgelehnt gestresst oder einfach auch klein fühlste dann fragt dich innerlich Was ist gerade wirklich passiert?

00:20:41: Und dann, welche Geschichte erzähle ich mir darüber?

00:20:47: Als Beispiel.

00:20:49: Die Tatsache wäre, jemand hat auf einen Nachricht extrem kurz und knapp geantwortet.

00:20:56: Deine Geschichte könnte lauten, die Person ist sauer auf mich!

00:21:01: Da stimmt was nicht, ich habe etwas falsch gemacht.

00:21:04: oder die Tatsachen wäre dass ich einen Fehler gemacht habe.

00:21:10: Mein Programm wäre, ich bin unfähig.

00:21:14: Und diese Unterscheidung ist unglaublich kraftvoll!

00:21:18: Wenn du erkennst dass es eine Geschichte ist musst du sie auch nicht sofort verändern.

00:21:23: das allein ist bereits bewusst sein dieses Erkennen Denn in dem Moment entsteht einfach ein kleiner Abstand.

00:21:31: Du bist nicht mehr vollständig mit der Geschichte verschmolzen.

00:21:35: Du kannst sie sehen und genau dadurch entsteht auch Mehrfreiheit.

00:21:41: Erst dann kannst du dich fragen, gibt es vielleicht auch eine andere Möglichkeit als das was ich glaube?

00:21:49: Gibt es noch eine andere Erklärung.

00:21:52: Was würde ich denken wenn ich diese Geschichte nicht glauben würde denn vielleicht ist es so dass dieser kurz angebundene Person einfach Stress hatte.

00:22:04: oder wenn ich einen Fehler gemacht habe könnte die Antwort lauten okay ich hab einen Fehler gemacht und lerne jetzt raus Und plötzlich wird dein Verstand deutlich flexibler.

00:22:18: Also überprüfe für dich einfach immer unter Tages, ist es Tatsache oder eine Geschichte?

00:22:27: Werkzeug Nummer drei – der bewusste Atemzug.

00:22:31: Vielleicht kennst du diese Übung bereits aber sie ist sehr effektiv.

00:22:36: Du kannst das auch mehrmals am Tag machen.

00:22:39: Leg einfach eine Hand auf deinen Herz und nimm einen tiefen Atemzug.

00:22:53: Bin ich gerade hier oder bin in einer Geschichte?

00:23:01: Diese eine Art im Zuckern reichen, um wieder zurückzukommen.

00:23:06: Zurück in den Körper, den Moment – zurück zu dir!

00:23:15: Und Werkzeug Nummer vier die Abendfrage.

00:23:19: Am Abend kannst du dir eine einzige Frage stellen und reflektieren Welche Geschichte habe ich heute geglaubt?

00:23:28: nicht um dich dann zu kritisieren oder zu bewerten oder schlechtzumachen, sondern um bewusster zu werden.

00:23:35: Vielleicht war es Ich muss alles schaffen oder ich muss alles alleine schaffen.

00:23:42: Ich darf niemanden enttäuschen Oder...Ich bin zu viel!

00:23:45: Ich bin zu laut, zu leise.

00:23:48: Ich bin nicht genug!

00:23:51: Ich muss mich beeilen.

00:23:53: Ich muss perfekt sein.

00:23:56: Schreibt dir diese Geschichte auf und dann schreibt er runter.

00:24:00: Ist das wirklich wahr?

00:24:03: Und wenn du bemerkst, dass du gerade eine Geschichte glaubst dann frage dich.

00:24:09: Gibt es vielleicht noch eine andere Erklärung?

00:24:11: nicht die perfekte, nicht die positive, einfach nur ... Eine andere Erklärung.

00:24:18: Eine andere Möglichkeit!

00:24:20: Unser Verstand liebt Gewissheit doch Bewusstsein beginnt auf dort wo wir erkennen.

00:24:27: Vielleicht weiß ich es einfach auch gar nicht.

00:24:34: Vielleicht hast du beim Zuhören heute bereits die eine oder andere Geschichte entdeckt.

00:24:39: Eine Geschichte über dich, über andere Menschen, über das Leben.

00:24:46: Vielleicht hast Du erkannt dass manche Gedanken, die sich unglaublich wahr anfühlen in Wirklichkeit nur Annahmen oder Interpretationen sind.

00:24:57: und vielleicht hast Du auch gemerkt es Bewusstsein gar nicht bedeutet keine Gedanken mehr zu haben sondern sie einfach wahrzunehmen zu beobachten und nicht alles zu glauben, was sie erzählen.

00:25:11: Manchmal reicht verstehen aber alleine nicht aus und manchmal müssen wir etwas erleben, spüren und erfahren.

00:25:18: und deshalb möchte ich dich jetzt zu einer kleinen Meditation einladen Nicht um irgendetwas zu verändern auch nicht um einen bestimmten Zustand zu erreichen Auch nicht um Gedanken loszuwerden sondern einfach um für einen Moment in Kontakt mit dem Teil in dir zu kommen, der all diese Gedanken beobachten kann.

00:25:43: Mit dem Teilin dir, der schon da war bevor er die Geschichte begonnen hat, der still unter ALL den ganzen Bewertungen war.

00:25:56: Der auch nicht bewertet oder kämpft und auch nicht beweisen muss!

00:26:04: Und wenn du magst schließt jetzt für einen Moment deine Augen und atmet tief durch die Nase ein und den leicht geöffneten Mund wieder aus.

00:26:22: Noch einmal einatmen, spüre den Boden unter dir, spürt deinen Körper, spüre dass du hier bist – genau jetzt!

00:26:57: Nichts muss anders sein, nichts muss erreicht werden, nichts muß gelöst werden.

00:27:12: Du darfst einfach da sein.

00:27:23: Vielleicht sind während dieser Folge viele Gedanken aufgetaucht Erinnerungen, Fragen Geschichten über dich selbst, Geschichten die du schon lange mit dir trägst.

00:27:44: Vielleicht lade ich Dich heute nicht dazu ein Antworten zu finden.

00:27:50: Vielleicht Lade Ich Dich Heute nur dazu ein hinzusehen.

00:28:01: Stell Dir vor Du stehst auf einem ruhigen Weg und vor Dir liegt ein leichter Nebel.

00:28:13: Nicht bedrohlich, nicht dunkel eher wie ein feiner Schleier Ein Schleier aus Gedanken, Erinnerungen, Bewertungen.

00:28:38: Aus all den Dingen die du über dich selbst, über andere Menschen und über das Leben glaubst.

00:28:56: Gehe langsam auf diesen Schleiher zu ganz entspannt ohne etwas erzwingen zu wollen.

00:29:13: Und während du näher kommst beginnt sich aus diesem Schleiar eine einzige Geschichte zu zeigen.

00:29:25: Vielleicht ist es nur ein Wort, ein Satz.

00:29:32: Vielleicht ist das auch ein Gefühl eine Überzeugung etwas, dass du schon oft gedacht hast vielleicht etwas weh.

00:29:50: Ich bin nicht gut genug ich muss alles richtig machen ich darf keine Fehler machen ich muss stark sein ich muss mich erklären oder vielleicht zeigt sich etwas ganz anderes.

00:30:19: Du musst nichts suchen.

00:30:21: Lass einfach auftauchen Was gesehen werden möchte, trachte diese Geschichte ganz ruhig und liebevoll.

00:30:44: Nicht um sie zu bekämpfen oder wegzumachen oder auch zu verändern sondern einfach nur um sie zusehen.

00:30:59: vielleicht begleitet sich schon viele viele Jahre vielleicht sogar dein ganzes Leben.

00:31:12: Und nun frage dieser Geschichte ganz sanft ist das wirklich wahr?

00:31:25: Denn vieles fühlt sich wahr an, weil wir es oft genug gedacht haben.

00:31:32: Sondern ist das wirklich wahr?

00:31:39: Ist das eine Tatsache?

00:31:43: oder ist es etwas, das ich irgendwann gelernt habe?

00:31:49: Etwas, dass ich übernommen habe?

00:31:53: etwas, was ich so oft wiederholt habe?

00:31:57: Dass es sich wie die Wahrheit anfühlt?

00:32:02: Lass die Frage einfach wirken ohne Antwort- oder Analyse!

00:32:10: Einfach nur wahrnehmen.

00:32:18: Und vielleicht bemerkst du jetzt etwas?

00:32:24: Da ist die Geschichte und da bist Du, da ist der Gedanke – und da Bist Du!

00:32:39: Da ist Bewertung und da biste Du!

00:32:47: Die Geschichte ist da aber sie ist nicht alles.

00:32:55: Der Gedankel ist da Aber er ist nicht die ganze Wahrheit.

00:33:04: Vielleicht entsteht zwischen Dir und dieser Geschichte ein kleiner Abstand Nur ein kleiner Gerade groß genug, um zu erkennen ich bin nicht dieser Gedanke oder diese Bewertung.

00:33:25: Ich bin nicht diese Geschichte!

00:33:28: Ich bin nur diejenige oder derjenige, der sie wahrnimmt.

00:33:38: hat mir tief ein langsam wieder aus und vielleicht spürst du jetzt einen stillen Raum in dir?

00:34:00: Einen Raum, der immer da war unter all den Gedanken, den Bewertungen und Geschichten, ein Raum der nichts beweisen muss.

00:34:22: Nichts erklären muss, nichts werden muss – Ein Raum, der einfach nur da ist.

00:34:37: Bleibe einen Moment in dieser Stelle, in dieser Weite, in diesem Beobachten Und vielleicht besteht Bewusstsein gar nicht darin alle Antworten zu kennen sondern darin die richtigen Fragen zu stellen.

00:35:08: Welche Geschichte über mich selbst bin ich bereit, zu hinterfragen?

00:35:17: Welche Geschichten bin ich bereit loszulassen und welche möchte ich heute weniger glauben?

00:35:32: Atme noch einmal tief ein.

00:35:37: Langsam wieder aus.

00:35:43: Spüre deinen Körper, spüre deine Hände, deine Füße Und wenn du bereit bist dann komm langsam wieder zurück.

00:36:01: Nimm dieses Bewusstsein mit in deinen Tag und vielleicht Nimmst du heute keine Antwort mit?

00:36:11: Vielleicht nimmst Du eine Frage mit, eine Frage die Dich in den nächsten Tagen begleiten darf.

00:36:19: Ist das wirklich wahr oder ist es eine Geschichte die ich gelernt habe zu glauben?

00:36:27: Hinter den Schleier zu schauen bedeutet nicht alle Antworten zu finden.

00:36:32: Es bedeutet den Mut zu haben Die eigenen Geschichten zur hinterfragen.

00:36:38: Nicht jeder Gedanke ist die Wahrheit.

00:36:41: Nicht jede Bewertung beschreibt die Wirklichkeit.

00:36:44: Nicht jede Angst kennt den Weg, Bewusstsein beginnt dort wo wir bereit sind zu beobachten.

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