Warum wir nie ankommen| Folge 2
Shownotes
Willkommen zu Folge 2 von Hinter dem Schleier.
In dieser Episode sprechen wir über ein Gefühl, das viele Menschen kennen:
Das Gefühl, nie ganz anzukommen.
Wir schauen gemeinsam hinter Perfektionismus, Leistungsdruck und Selbstzweifel und erkunden, warum unser innerer Antreiber oft selbst dann nicht zufrieden ist, wenn wir bereits so viel erreicht haben.
In dieser Folge:
Warum das Gefühl des Nicht-genug-Seins entsteht
Weshalb Perfektionismus oft ein Schutzmechanismus ist
Wie wir beginnen können, alte Geschichten über uns selbst zu erkennen
Praktische Werkzeuge für mehr Selbstannahme im Alltag
Meditation: Die Erinnerung an dein Genugsein
**Frage für die kommende Woche: ** Wo in meinem Leben versuche ich gerade, mir meinen Platz zu verdienen?
Und was würde sich verändern, wenn ich mir erlaube, einfach da zu sein?
Alles Liebe,
Lydia Maria
YouTube: Stella Anima
Transkript anzeigen
00:00:17: Hallo und schön, dass du da bist.
00:00:20: Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam die nächste Reise hinter den Schleier antreten.
00:00:26: In der letzten Folge haben wir darüber gesprochen was für mich Bewusstsein überhaupt bedeutet?
00:00:33: Darüber das wir oft nicht auf die Wirklichkeit reagieren sondern auf die Geschichten, die wir uns selbst und anderen über die Wirklichkeit erzählen.
00:00:44: Und heute möchte ich mit dir etwas sprechen.
00:00:47: sehr, sehr viele Menschen kennen.
00:00:49: Vielleicht kennst du es ja auch!
00:00:52: Du erreichst etwas auf das du ganz, ganz lange hingearbeitet hast und für einen kurzen Moment fühlt es sich gut an.
00:01:01: aber dann taucht schon die nächste Frage auf Und was jetzt?
00:01:06: Was kommt als nächstes?
00:01:09: Was fehlt noch?
00:01:10: Was muss ich jetzt noch schaffen?
00:01:13: Wer muss ich noch werden?
00:01:15: Es ist als würde des Ziel immer ein kleines Stück weiter nach vorne rutschen.
00:01:22: Es würde ankommen, ständig ja in die Zukunft verschoben werden.
00:01:27: Gemeinsam werden wir heute hinter die Geschichte schauen, die sich hinter diesem Gefühl verbirgt.
00:01:33: Wir sprechen darüber warum so viele Menschen ihr ganzes Leben lang versuchen etwas zu werden dass sie vielleicht schon längst sind und warum Perfektionismus Leistungsdruck Und auch Selbstzweifel oft dieselbe Wurzel haben.
00:01:50: Und warum die Frage nicht immer lautet, was muss ich noch erreichen?
00:01:54: Sondern manchmal... Warum glaube ich eigentlich, dass ich noch nicht angekommen bin?
00:02:02: Natürlich möchte ich dir auch heute wieder ein paar praktische Impulse für deinen Alltag mitgeben.
00:02:07: und zum Abschluss wartet eine kleine Meditation auf dich in der wir dem Teil uns begegnen, der glaubt sich ständig beweisen zu müssen!
00:02:16: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen.
00:02:22: Wenn ich ganz ehrlich bin, glaube ich nicht dass ich jemals morgens aufgewacht bin und bewusst gedacht habe Ich bin nicht gut genug.
00:02:32: So direkt war dieser Satz eigentlich nie da.
00:02:35: Er war viel geschickter subtiler versteckter.
00:02:41: er hat sich gezeigt in meinem Wunsch alles richtig oder zumindest so gut wie möglich zu machen In meinem Anspruch an mich selbst meinem Bedürfnis, Dinge so perfekt wie möglich machen zu wollen oder auch in meinem Gefühl mich manchmal erklären zu müssen.
00:03:00: Niemandem zu enttäuschen und vor allem in dem Gefühl einfach noch nicht ganz angekommen zu sein.
00:03:09: Kennst du das?
00:03:10: Du erreichst etwas und für einen kurzen Moment ist da auch diese Freude da aber auch sofort der Gedanke was kommt als nächstes?
00:03:22: Was fehlt jetzt noch?
00:03:24: Was ist der nächste Schritt und wer muss sich noch werden?
00:03:29: Irgendwann wurde mir bewusst, vielleicht geht es gar nicht darum dass ich nicht genug bin.
00:03:36: Vielleicht geht es darum das ein Teil von mir glaubt Ich müsste es erst werden!
00:03:43: Ich erinnere mich an viele Situationen in meinem Leben in denen objektiv betrachtet eigentlich alles absolut gut war.
00:03:51: Ein Projekt war abgeschlossen, ein Kunde zufrieden eine Ausbildung geschafft.
00:03:56: Ein Buch fertig geschrieben und trotzdem war da oft nicht dieses Gefühl von
00:04:01: wow
00:04:02: das habe ich geschafft oder vielleicht zumindest nur einen kurzen Moment aber dann kam sofort okay!
00:04:09: Und jetzt was kommt als nächstes?
00:04:12: Es würde das Ziel immer ein Stück weiter nach vorne rutschen es würde mein Verstand ständig eine neue Bedingung finden.
00:04:22: Wenn du das noch schaffst, dann darfst du zufrieden sein.
00:04:26: Wenn Du das noch erreichst ... Dann bist du endlich angekommen!
00:04:31: Wenn Du dass noch lernst... Dann bist Du gut genug!
00:04:35: Irgendwann wurde mir klar der Druck in meinem Leben kam nicht daher, daß ich nicht genug war.
00:04:42: Der Druck kam daher, dass ich ständig versucht habe etwas zu beweisen, was eigentlich nie gefehlt hat.
00:04:50: und Vielleicht war das auch kein Zufall, denn ich habe viele Jahre in der Medienbranche gearbeitet.
00:04:58: In Führungspositionen – in einer Welt, in der Leistung einfach wichtig war!
00:05:03: In der Projekte fertig werden müssen, Deadlines eingehalten werden... ...in der oft schon das nächste wartet bevor das vorherige überhaupt richtig abgeschlossen ist.
00:05:14: und ich war ganz gut drin sehr gut sogar.
00:05:17: aber Rückblicken erkenne ich heute.
00:05:20: Ein Teil meines Antriebs kam nicht nur aus der Leidenschaft heraus, ein Teil melles Antriebes kam auch aus dem Wunsch mir selbst zu beweisen dass ich genug bin.
00:05:31: Dass ich gut bin.
00:05:34: und erster plötzliche Tod meines besten Freundes hat dann vieles verändert.
00:05:39: Er hat mich gezwungen Fragen zu stellen die ich vorher nie gestellt hätte Fragen über das Leben, über Bewusstsein Über das was wirklich wichtig ist.
00:05:53: Und diese Fragen haben mich Schritt für Schritt dann auf einen anderen Weg geführt.
00:05:57: Nicht weg von Leistung, aber deutlich näher zu mir selbst hin.
00:06:02: und das Spannende ist dieser innere Antreiber.
00:06:07: der ist doch heute manchmal noch da vor allem in Momenten in denen ich zum Beispiel müde bin oder erschöpft oder einfach ja einen ruhigen Tag brauche.
00:06:17: genau dann klopfte oft sehr laut an Du kannst jetzt nicht aufhören, du musst weitermachen.
00:06:24: Sonst bist du nicht mehr im Flow!
00:06:26: Du solltest das Projekt noch machen.
00:06:27: und hier ist noch eine Idee und diese E-Mail gehört beantwortet Und du solltest eigentlich produktiver sein und kannst noch mehr schaffen.
00:06:35: und früher habe ich dieser Stimme tatsächlich meistens geglaubt.
00:06:40: Heute mache aber was anderes.
00:06:42: heute sage ich mir wenn diese Stimme laut wird ganz bewusst Ich bin gut einfach nur weil ich da bin Nicht weil ich etwas leiste oder produktiv bin, oder etwas erreiche.
00:06:57: Sondern einfach nur, weil ich da bin!
00:07:01: Und vielleicht magst du diesen Satz ja auch für dich mal ausprobieren?
00:07:06: Nicht dann wenn alles gut läuft sondern genau an den Tagen an denen dein innerer Antreiber besonders laut wird und beobachte was dieser Satz mit dir macht.
00:07:21: Als Kinder kommen wir nicht auf die Welt und denken Ich Bin Nicht Gut Genug Ein kleines Kind, das zweifelt nicht an seinem Wert.
00:07:28: Es lacht, es spielt und es nimmt Raum ein – es existiert einfach!
00:07:33: Aber irgendwann machen wir als Kinder Erfahrungen Und aus Erfahrungen entstehen Bedeutungen.
00:07:40: Vielleicht wurden wir zum Beispiel gelobt wenn wir etwas gut gemacht haben oder haben Aufmerksamkeit bekommen Wenn wir funktioniert haben.
00:07:51: Vielleicht wurden auch verglichen vielleicht mit anderen Geschwistern Vielleicht kritisiert.
00:07:59: Vielleicht fühlten wir uns auch einfach übersehen oder mussten sehr früh Verantwortung übernehmen.
00:08:06: Und irgendwann entsteht dann eine Schlussfolgerung, nicht bewusst sondern ganz tief im Inneren.
00:08:12: Die Schlussfolgarung so wie ich bin reicht es vielleicht einfach nicht.
00:08:20: Das Schwierige daran ist dieser Glaubenssatz.
00:08:23: der fühlt sich oft nicht wie ein Gedanke an.
00:08:26: er fühlt.
00:08:29: Deshalb erkennen viele Menschen ihn gar nicht.
00:08:31: Sie merken nur die Symptome, also Perfektionismus, Selbstkritik, Leistungsdruck, Vergleiche oder auch Schwierigkeiten Lob anzunehmen – das Gefühl nie gut genug zu sein oder nie etwas gut genug geschafft zu haben!
00:08:49: Vielleicht kennst du diesen Moment?
00:08:51: Jemand macht dir ein ehrliches Kompliment und statt es einfach Erklärst du sofort, warum es gar nicht so besonders war.
00:09:02: Zu wie du hast heute aber eine tolle Frisur oder ein tolles Kleid an?
00:09:06: Nein!
00:09:06: Das ist doch gar nichts – das habe ich doch schon lange.
00:09:08: Das ist uralt.
00:09:10: Kennst du das?
00:09:12: Oder du erreichst etwas, worauf du eigentlich lange hingearbeitet hast und statt stolz zu sein, denkst du bereits an das nächste Ziel.
00:09:21: Warum?
00:09:23: Weil der innere Maßstab ständig verrutscht.
00:09:26: Weil die Frage nie lautet was habe ich erreicht sondern Bin ich jetzt endlich genug?
00:09:36: Jetzt wollen wir über die versteckten Kosten dieser Geschichte sprechen, denn was kostet uns diese Geschichte.
00:09:44: Sie kostet vor allem Leichtigkeit Freude Präsenz und echte Selbstannahme.
00:09:54: Denn wenn ich glaube dass mein Wert von Leistung abhängt dann darf natürlich niemals aufhören zu leisten.
00:10:02: Wenn ich glaube, dass mein Wert von Perfektion abhängt, werde ich niemals entspannt sein.
00:10:11: Oder wenn ich glaube das mein Wert vom der Meinung anderer abhingt dann werde ich ständig nach Bestätigung im Aussen suchen.
00:10:19: und genau deshalb ist dieser Glaubenssatz so unglaublich anstrengend nicht weil er wahr ist sondern weil er uns von uns selbst trennt.
00:10:31: Irgendwann habe ich mir eine andere Frage gestellt Wie werde ich genug, sondern wer hat eigentlich entschieden dass ich es nicht bin?
00:10:42: Und diese Frage hat vieles verändert.
00:10:44: Denn Ich habe erkannt viele meiner Überzeugungen waren keine Wahrheiten Sondern eben alte Geschichten.
00:10:53: Geschichten die ich irgendwann gelernt hatte Die ich auch nie bewusst überprüft hatte Und diese Erkenntnis hat mein Leben nicht von heute auf morgen verändert.
00:11:04: Ich bin nicht am nächsten Morgen aufgewacht und plötzlich war ich völlig frei von Selbstzweifeln, es wäre zwar schön gewesen aber das war natürlich nicht der Fall!
00:11:12: Ich habe mich zu vergleichen und habe auch nicht aufgehört an mir zu zweifeln.
00:11:17: Aber etwas Wichtiges hat sich verändert.
00:11:21: Zum ersten Mal habe ich erkannt dass ich nicht jede Geschichte glauben muss die mir meinen Verstand erzählt.
00:11:29: Und genau da beginnt die Veränderung.
00:11:32: Nicht in jedem Moment, indem wir alles verstanden haben sondern in dem Moment, in dem wir beginnen hinzuschauen.
00:11:39: Bewusstsein entsteht eben nicht nur durch verstehen, sondern auch durch beobachten.
00:11:45: Durch diese kleinen Momente im Alltag, in denen wir beginnen zu erkennen was bisher automatisch abgelaufen ist.
00:11:54: Denn wie gesagt, dieser Glaubenssatz verschwindet nicht über Nacht und meistens löst er sich auch nicht durch einen einzigen Gedanken auf.
00:12:01: Aber jedes Mal wenn wir ihn erkennen verliert er ein kleines Stück seiner Macht.
00:12:08: Und deshalb möchte ich dir heute wieder ein paar ganz einfache Werkzeuge mitgeben Nicht damit du etwas reparierst Damit du ein besserer Mensch wirst Sondern einfach damit du beginnen kannst Bewusster wahrzunehmen welche Geschichten vielleicht noch immer im Hintergrund deines Lebens ganz automatisch mitlaufen.
00:12:28: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen.
00:12:31: und zu Werkzeug Nummer eins fange an, zu beobachten.
00:12:43: Beobachte wann versuchst du gerade die einen Platz zu verdienen?
00:12:50: Wann möchtest Du beweisen das Du gut genug bist?
00:12:56: Und wichtig verurteile das nicht sondern nimm das einfach nur wahr.
00:13:00: Wann versuche ich mir meinen Platz zu verdienen?
00:13:04: Wann möchte ich beweisen, dass sich gut genug bin?
00:13:09: Werkzeug Nummer zwei.
00:13:12: Jedes Mal wenn Druck auftaucht frage dich was glaube ich gerade über mich?
00:13:21: oft liegt unter dem Druck ein alter Satz verborgen das werkzeug Nummer drei Wenn du Lob bekommst dann nimm einen tiefen Atemzug und sag einfach aus tiefstem Herzen Dankeschön.
00:13:41: Ohne Erklärung, ohne Relativierung, ohne Aber Beobachte was passiert auch wenn das zu Beginn vielleicht ja unglaublich schwierig erscheint weil wir wollen uns ständig rechtfertigen oder erklären Einfach auf ein Kompliment Danke schön sagen mit einem Lächeln.
00:14:01: Werkzeug Nummer vier schreibe jeden Abend drei Dinge auf die bereits genug waren Nicht perfekt oder außergewöhnlich, einfach genug.
00:14:14: Zum Beispiel heute habe ich jemanden lange zugehört – das war genug!
00:14:21: Oder heute hab' ich eine Pause gemacht – dass war genug.
00:14:27: Heute habe ich nicht alles geschafft und trotzdem war ich genug.
00:14:36: Vielleicht hast du dich in dieser Folge an der einen oder anderen Stelle wiedererkannt.
00:14:42: Vielleicht kennst du dir das Gefühl, mehr leisten zu müssen.
00:14:46: Noch besser werden zu müssen oder noch etwas beweisen zu müssen!
00:14:50: Vielleicht hast du erkannt dass der Satz Ich bin nicht gut genug gar nicht immer laut ausgesprochen wird sondern sich oft hinter Perfektionismus versteckt Hinter Anpassung Oder Leistung Hinter dem Wunsch alles richtig zu machen.
00:15:07: und vielleicht hast Du zum ersten mal bemerkt dass es sich dabei Nicht um eine Wahrheit handelt, sondern eben um eine Geschichte.
00:15:16: Eine Geschichte die irgendwann entstanden ist, die einen sicher guten Grund hatte ja, denn jeder Teil in uns versucht letztlich zu schützen.
00:15:26: und genau diesem Teil möchte ich jetzt mit dir gemeinsam begegnen nicht um ihn zu verändern oder zu reparieren, sondern einfach um ihn besser zu verstehen.
00:15:36: Denn manchmal beginnt Heilung nicht in dem Moment in dem wir etwas loswerden, sondern in dem Moment, indem wir aufhören dagegen anzukämpfen.
00:15:47: Wenn du magst, schließe nun deine Augen und atme tief durch.
00:15:58: Nimm noch einen tiefen Atemzug durch die Nase ein – und langsam durch den Mund wieder aus!
00:16:13: Spüre den Kontakt deines Körpers zum Boden.
00:16:18: Spüre dein Stuhl unter dir oder die Unterlage, auf der du gerade sitzt oder liegst.
00:16:27: Du musst nichts erreichen Du musst jetzt nichts leisten oder richtig machen.
00:16:36: Atme tief ein, der Bauch wird ganz groß und dann nach einer kurzen Pause langsam wieder aus.
00:16:49: Noch einmal einatmen, atmen.
00:17:02: Vielleicht trägst du schon sehr lange einen inneren Druck mit dir.
00:17:09: Vielleicht kennst du das Gefühl mehr tun zu müssen, mehr schaffen zu müssen , mehr sein zu müssen.
00:17:22: Vielleicht begleitet dich die leise Hoffnung, wenn ich nur noch ein bisschen besser werde.
00:17:29: Dann komme ich endlich an, dann bin ich endlich genug.
00:17:37: Stell dir vor du gehst einen Weg durch einen Wald entlang ganz ruhig und entspannt.
00:17:50: Die Blätter der Bäume bewegen sich leicht im Wind Sonnenstrahlen scheinen durch die Äste.
00:18:03: Schritt für Schritt gehst Du weiter Vor Dir.
00:18:11: Er scheint eine Lichtung, ein sicherer Ort.
00:18:21: Nichts von dir erwartet wird, an dem du einfach sein darfst und dort sitzt jemand.
00:18:37: Vielleicht ist es eine jüngere Version von dir?
00:18:43: Vielleicht zehn Jahre alt?
00:18:46: Fünfzehn oder viel jünger?
00:18:52: Vielleicht genau der Teil, der irgendwann beschlossen hat.
00:18:57: Ich muss stark sein!
00:19:01: Ich muss alles richtig machen.
00:19:05: ich darf keine Fehler machen Niemanden enttäuschen.
00:19:13: Ich muss mir meinen Platz verdienen, trachte diesen Teil einen Moment mit offenen Augen des Herzens ohne Bewertung, ohne Analyse.
00:19:38: setze dich nun gedanklich zu diesem Teil von dir nicht als Richter oder Lehrer sondern einfach als liebevoller Begleiter oder Begleiterin und frage ganz leise wovor möchtest du mich beschützen?
00:20:03: Was hast du so lange für mich getragen?
00:20:10: Was brauchst Du von mir?
00:20:16: Vielleicht kommen Worte oder nur Einwort, vielleicht Bilder oder Gefühle.
00:20:27: Vielleicht auch nur Stille auf Dasein.
00:20:35: Atme noch einmal ein, dann stelle Dir vor!
00:20:48: Du legst diesem Teil ganz sanft eine Hand auf die Schulter und sagst dass Du es so lange versucht hast, mich zu beschützen.
00:21:06: Danke, dass du dein Bestes gegeben hast.
00:21:13: Danke, das du geglaubt hast all das tragen zu müssen.
00:21:22: und dann sage ihm Du musst nicht mehr alles alleine tragen!
00:21:30: Du musst NICHT perfekt sein.
00:21:36: Du musst niemandem etwas beweisen.
00:21:42: Du muss dir deinen Platz nicht verdienen.
00:21:48: Du muß auch nicht erst jemand werden.
00:21:52: Du darfst einfach hier sein Und vielleicht nur für diesen Moment.
00:22:03: Lass die Worte tief sinken.
00:22:07: Willkommen, genau jetzt!
00:22:14: Nicht später.
00:22:17: Nicht wenn du mehr geschafft hast oder besser geworden bist – nicht wenn du alles im Griff hast sondern genau jetzt.
00:22:30: Du bist willkommen.
00:22:35: Meinen vielleicht spürst du wie etwas weicher wird?
00:22:54: Vielleicht entsteht etwas mehr Raum?
00:23:01: Vielleicht auch nicht.
00:23:03: Beides ist vollkommen in Ordnung.
00:23:08: Bleib einfach noch einen kleinen Moment hier.
00:23:13: In dieser Begegnung, in dieser Ruhe, in diesem Raum und vielleicht erkennst du Der Teil der glaubt nicht genug zu sein ist nur eine Geschichte.
00:23:38: Aber das Leben dass unter dieser Geschichte wartet Das ist viel größer.
00:23:48: Atme noch einmal tief ein Und langsam wieder aus.
00:23:58: Spüre deinen Körper Spüre deine Hände, deine Füße und wenn du bereit bist komm langsam zurück.
00:24:22: Nimm eine Erinnerung mit.
00:24:26: vielleicht musst Du nicht erst jemand werden.
00:24:32: Vielleicht warst Du die ganze Zeit über genug.
00:24:40: Hinter den Schleier zu schauen bedeutet nicht alle Antworten zu finden.
00:24:45: Es bedeutet den Mut zu haben Die Geschichten zu hinterfragen die wir über uns selbst erzählen.
00:24:53: Nicht jeder Gedanke ist Wahrheit.
00:24:56: Nicht jede Bewertung beschreibt die Wirklichkeit, nicht jede Angst kennt den Weg.
00:25:03: Vielleicht musst du nicht besser werden um wertvoll zu sein?
00:25:07: Vielleicht musst Du nicht mehr leisten um geliebt zu werden vielleicht musst Du Dir deinen Platz nicht verdienen vielleicht warst Du die ganze Zeit über genug und vielleicht beginnt Heilung genau dort in dem Moment indem wir bereit sind, das zu glauben.
00:25:29: Bis zum nächsten Mal hinter dem Schleier!
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