Kontrolle, Vertrauen und die Kunst des Empfangens | Folge 3

Shownotes

🎙️ Folge 3 – Warum wir glauben, alles tragen zu müssen

In dieser Folge von Hinter dem Schleier schauen wir hinter die Geschichte von Verantwortung, Kontrolle und dem Gefühl, alles alleine schaffen zu müssen.

Vielleicht kennst du das:

• Du übernimmst Verantwortung, noch bevor dich jemand darum bittet. • Du denkst ständig voraus und versuchst, alles unter Kontrolle zu halten. • Du trägst die Sorgen anderer Menschen mit. • Loslassen fällt dir schwer. • Hilfe anzunehmen fühlt sich ungewohnt an.

Gemeinsam erkunden wir:

✨ Warum Kontrolle oft aus einem Bedürfnis nach Sicherheit entsteht

✨ Woher das Gefühl kommt, alles tragen zu müssen

✨ Welche versteckten Kosten Kontrolle mit sich bringt

✨ Warum Kontrolle das Empfangen erschweren kann

✨ Was Loslassen wirklich bedeutet

✨ Wie Vertrauen wachsen kann

Außerdem erwarten dich praktische Impulse für deinen Alltag und eine geführte Meditation zum Thema Loslassen und Empfangen.

Schlüsselsatz der Folge:

"Wer immer nur trägt, verhindert manchmal, getragen zu werden."

Schön, dass du hier bist.

Alles Liebe, Lydia Maria

Transkript anzeigen

00:00:17: Hallo und schön, dass du da bist!

00:00:20: Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam die nächste Reise hinter den Schleier antreten.

00:00:26: In der letzten Folge haben wir ja über den Glaubenssatz – ich bin nicht gut genug gesprochen – und die versteckten Kosten hinter diesem Glauben-Satz auch darüber wie viele unserer Entscheidungen mehr von Geschichten beeinflusst werden, die wir irgendwann über uns selbst gelernt haben.

00:00:44: Und heute möchte ich mit dir über eine Geschichte sprechen die mich viele, viele Jahre meines Lebens begleitet hat und vielleicht begleitert sie auch dich.

00:00:54: Die Geschichte.

00:00:55: wenn ich es nicht mache dann macht es niemand oder ich muss alles im Griff haben.

00:01:03: Ich muss stark sein!

00:01:05: Ich muss Verantwortung übernehmen!

00:01:07: Ich darf nicht loslassen.

00:01:09: Vielleicht kennst du dieses Gefühl dass ständig etwas auf deinen Schultern liegt das Du organisierst planst, mitdenkst, voraus denkst, Lösungen suchst und Verantwortung übernimmst.

00:01:24: Und manchmal sogar Dinge trägst – ja die eigentlich gar nie deine Aufgabe waren!

00:01:30: Gemeinsam werden wir heute erkunden warum so viele Menschen glauben alles selbst machen zu müssen.

00:01:38: Warum Kontrolle oft Sicherheit verspricht?

00:01:42: Und weshalb ihr dadurch etwas sehr wertvolles verlieren können, nämlich die Fähigkeit zu empfangen und was das auch für Auswirkungen haben kann wenn wir nicht empfangern können oder auch nicht wollen.

00:01:58: Und natürlich möchte ich dir auch gerne wieder ein paar praktische Impulse für deinen Alltag mitgeben und am Ende wartet eine passende Meditation auf dich – eine Begegnung mit dem Teil in dir der schon so lange versucht alles zusammenzuhalten!

00:02:16: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen.

00:02:24: Wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, dann hat es viele Jahre gegeben in denen ich dachte Verantwortung Planung Führungskompetenz ja das sind meine Stärken gerade in den fast zwanzig Jahren im Medienbereich natürlich.

00:02:40: Es war praktisch.

00:02:41: Ich war organisiert verlässlich lösungsorientiert eine echte Anpackerin und wenn etwas zu tun wird dann habe ich's auch getan meist sofort und ohne groß nachzudenken oder zu jammern.

00:02:53: Ich habe einfach gelernt den Job zu machen, wenn ein Problem aufgetaucht ist dann hab ich sofort nach einer Lösung gesucht.

00:03:02: Wenn etwas nicht funktioniert hat Dann habe ich sofort einen Weg gefunden oder wusste zumindest wer einen Weg findet Und ich war lange Zeit stolz darauf Bis ich irgendwann gemerkt habe, hm ich bin abends komplett müde und leer Ausgelaugt.

00:03:21: Und das aber jetzt nicht unbedingt körperlich, sondern innerlich.

00:03:26: und das lag daran dass ich Nicht nur meine eigenen Themen getragen habe.

00:03:31: Ich hab funktioniert jahrelang für viele.

00:03:35: Ich habe nicht nur meine Themen Getragen Sondern auch die Gefühle anderer Menschen Ihre Sorgen ihre Probleme ihre Erwartungen Auch ihre Enttäuschungen und deshalb war ich leer.

00:03:50: Das Verrückte daran, es hat mich nie jemand darum gebeten.

00:03:56: Es war einfach ein Programm geworden – Ein Automatismus!

00:04:00: Ein inneres Gefühl wenn ich nicht aufpasse Nicht alles regle und kontrolliere Dann geht mit Sicherheit etwas schief.

00:04:12: Vielleicht kennst du das?

00:04:14: Jemand in deinem Umfeld hat zum Beispiel schlechte Laune Und sofort beginnt etwas in dir zu arbeiten.

00:04:21: Du fragst dich Ist alles okay, kann ich helfen?

00:04:24: Kann ich etwas tun?

00:04:26: Kann nicht die Situation verbessern und diese Spannung auflösen.

00:04:31: Noch bevor überhaupt jemand etwas gesagt hat hast du innerlich bereits Verantwortung übernommen!

00:04:38: Und ich kenne das richtig gut.

00:04:39: denn ganz ehrlich das passiert mir tatsächlich heute noch manchmal.

00:04:42: da kommt jemand zur Tür herein oder schreibt eine Nachricht und ich merke sofort wie mein System beginnt zu scannen.

00:04:51: ist alles in Ordnung?

00:04:53: Habe ich etwas falsch gemacht?

00:04:55: Braucht diese Person etwas, kann ich irgendwie helfen oder etwas lösen?

00:05:00: und manchmal merke ich erst viel, viel später ... Moment.

00:05:05: Es wurde überhaupt nichts von mir verlangt!

00:05:08: Es war einfach nur dieser alte Reflex dieses Gefühl für die Stimmung im gesamten Raum verantwortlich zu sein, für das Wohlbefinden anderer, für etwas dass vielleicht überhaupt nichts mit mir zu tun hat.

00:05:23: Vielleicht zeigt sich das bei dir auch ganz, ganz anders.

00:05:26: Vielleicht glaubst du zum Beispiel wenn ich es nicht selbst mache dann wird's nicht richtig.

00:05:33: also kontrollierst du.

00:05:35: Du planst, du korrigierst, organisierst vielleicht nicht aus Misstrauen sondern weil du gelernt hast dass es sicherer ist wenn du die Dinge selbst in die Hand nimmst und irgendwann merkst du du bist so Projektleiterin oder so ein Projektleiter Deines gesamten Lebens geworden.

00:05:56: Und vielleicht sogar noch für das Leben einiger anderer Menschen in der Familie, im Arbeitsumfeld oder bei Freunden und gleichzeitig bist du aber völlig erschöpft.

00:06:10: Das Spannende ist ja eigentlich die meisten Menschen machen das nicht weil sie Kontrolle lieben.

00:06:15: Sie machen es weil Kontrollessicherheit verspricht.

00:06:19: Wenn ich alles im Griff habe dann kann ja nichts schief gehen.

00:06:23: wenn ich alles kontrolliere werde ich nicht überrascht.

00:06:28: Oder wenn ich alles trage, dann wird niemand verletzt und wenn ich Alles zusammenhalte, dann bleibt es stabil.

00:06:37: Zumindest glauben wir das!

00:06:39: Und genau hier beginnt der nächste Schleier Denn Kontrolle fühlt sich oft an wie Sicherheit Ist aber eigentlich Angst in Verkleidung.

00:06:51: Nicht immer Aber erstaunlich oft Denn wenn wir ganz ehrlich hinschauen, liegt unter Kontrolle oft die Angst vor Fehlern, vor Ablehnung oder Unsicherheit.

00:07:06: Vor Chaos und Unruhe!

00:07:08: Und wenn ich ehrlich bin war genau das lange Zeit mein eigenes Thema Die Angst vor Chaos und unruhe.

00:07:14: Dann gibt es aber natürlich auch noch die Angst davor enttäuscht zu werden Oder sich auf jemanden verlassen zu müssen Denn wenn ich alles selbst mache kann nicht enttäuscht werden alles selbst mache, dann muss ich auch niemandem vertrauen oder... Ich habe die Kontrolle.

00:07:31: Zumindest fühlt es sich so an!

00:07:33: Aber diese Kontrolle hat eben einen Preis.

00:07:35: Einen Preis den wir oft erst bemerken wenn wir schon erschöpft sind.

00:07:42: Dazu kommen wir gleich.

00:07:43: aber lass uns jetzt noch kurz anschauen wo entsteht denn Kontrolle überhaupt?

00:07:50: Denn die wenigsten Menschen werden kontrollierend geboren.

00:07:55: Kontrolle entsteht oft dort wo wir Irgendwann in unserem Leben erlebt haben, wie es sich anfühlt keine Kontrolle zu haben.

00:08:04: Vielleicht war da eine Situation in deiner Kindheit?

00:08:09: Vielleicht war der ein ganz bestimmter Moment in dem Chaos war oder Streit und Sicherheit vielleicht auch ein tragischer Verlust?

00:08:21: Vielleicht etwas das du einfach nicht verstanden hast.

00:08:25: aber dein System hat etwas gelernt Es hat gelernt.

00:08:29: So möchte ich mich nie wieder fühlen.

00:08:34: Und oft entsteht genau dort ein stilles Versprechen, ein Versprechen das wir auch nie bewusst aussprechen aber dass unser Leben beeinflusst und versprechen wie ab jetzt passe ich auf.

00:08:48: Ab jetzt bin ich vorbereitet.

00:08:51: Ab Jetzt kümmere Ich mich!

00:09:02: zu einer Strategie, sondern zu einem Schutzmechanismus.

00:09:07: Zu einer Art innerem Sicherheitsdienst der rund um die Uhr arbeitet ständig und deshalb ist Kontrolle oft viel verständlicher als wir denken denn sie will uns überhaupt nicht schaden.

00:09:21: Sie versucht uns im Gegenteil eigentlich zu schützen.

00:09:24: Die Frage ist nur brauchen wir diesen Schutz heute noch in derselben Form?

00:09:30: Rückblickend glaube ich, dass auch mein Bedürfnis nach Kontrolle nicht zufällig entstanden ist.

00:09:35: Es gab einfach Phasen in meinem Leben, in denen ich gelernt habe mich vor allem auf mich selbst zu verlassen und irgendwann wurde daraus eine Überzeugung wenn ich mich kümmere dann bin ich sicher!

00:09:49: Wenn ich vorausdenke und alle Worst Case-Szenarien in meinem Kopf durchgespielt habe um dann zu entscheiden was die beste Lösung ist dann bin Und lange Zeit habe ich das, wie gesagt für meine Stärke gehalten.

00:10:05: Heute glaube ich aber es war vor allem ein Versuch mich selbst zu schützen und vielleicht kennst du das auch?

00:10:13: Vielleicht gibt es Verhaltensweisen in deinem Leben die Du lange für Eigenschaften gehalten hast – Für Stärke, Verantwortungsbewusstsein oder Pflichtgefühl und vielleicht waren sie ursprünglich einfach einen Versuch mit etwas umzugehen dass sich damals unsicher angefüllt hat.

00:10:35: Und nun lass uns zu den versteckten Kosten schauen, denn was kostet uns Kontrolle wirklich?

00:10:42: Die meisten Menschen denken, Kontrolle kostet in erster Linie mal Energie und das stimmt auch aber das ist nur die erste Ebene.

00:10:51: Die tiefere Ebene lautet Kontrolle verhindert Empfangen!

00:10:59: Das hat mich wirklich sehr berührt, denn plötzlich wurde mir bewusst Das eigentliche Problem war gar nicht, dass ich so viel getragen habe.

00:11:09: Das eigentlichen Problem war, das ich kaum noch empfangen konnte – was meine ich mit Empfangen?

00:11:17: Zum Beispiel Hilfe, Unterstützung oder Entlastung auch Zusammenarbeit aber eben auch des Empfangs von Ideen Vertrauen und vor allem Fülle.

00:11:32: weil tief in mir die Überzeugung lebte Ich muss das alleine schaffen.

00:11:38: Und solange wir das glauben, senden wir unbewusst eine Botschaft an das Leben.

00:11:45: Ich brauche niemanden!

00:11:47: Ich schaffe das selbst oder ich muss das allein schaffen.

00:11:51: Ich nehme lieber alles auf meine Schultern.

00:11:55: aber wer ständig alles selbst tragen möchte der hat irgendwann keine freien Hände mehr.

00:12:04: Keine freie Hände um Hilfe anzunehmen um Unterstützung anzunehmen.

00:12:12: Und vielleicht geht es auch nicht nur um Hilfe, vielleicht geht das um etwas eigentlich viel viel größeres – um die Fülle, die eigentlich überall um uns herum ständig ist!

00:12:24: Um Möglichkeiten, Liebe, Unterstützung, Geld, Ideen und Geschenke des Lebens.

00:12:30: Denn wenn ich nicht einmal ein kleines Kompliment annehmen kann… Wenn ich sofort abwähre oder relativiere oder mich unwohl fühle, sobald mir jemand etwas Gutes sagt.

00:12:47: Wie soll ich dann wirklich etwas Größeres empfangen können?

00:12:52: Ich stelle mir den Menschen immer wie eine Art Gefäß vor – wie einen Kälch!

00:12:59: Und wenn dieser Kälsch innerlich ganz, ganz eng ist… Wenn ich tief in mir glaube, ich darf nichts brauchen, ich muss alles selber schaffen... Dann passt vielleicht auch nur ganz wenig hinein.

00:13:13: Nicht weil Nicht da wäre, sondern weil ich innerlich nicht offen genug bin mehr zu empfangen und vielleicht beginnt Fülle auch genau dort.

00:13:26: Nicht damit dass wir noch mehr machen oder noch mehr leisten, noch mehr kontrollieren, sondern damit das wir unseren inneren Kälch langsam wieder weiten und größer werden lassen.

00:13:39: Dass wir lernen ein Kompliment anzunehmen!

00:13:43: Und Freude strahlt einfach Dankeschön sagen.

00:13:47: Oder Hilfe oder auch Möglichkeiten annehmen, Liebe annehmen – Unterstützung und vielleicht irgendwann auch größere Fülle.

00:14:00: Und hier möchte ich noch ein bisschen tiefer gehen denn vielleicht kennst du die Menschen, die sagen Ich wünsche mir mehr Leichtigkeit!

00:14:08: Ich wünschte mir mehr Erfolg, mehr finanzielle Freiheit, mehr Unterstützung mehr Verbundenheit oder mehr Fülle im Allgemeinen, aber gleichzeitig fällt es ihnen unglaublich schwer etwas anzunehmen.

00:14:23: Denn sie geben lieber, sie kontrollieren lieber Sie tragen lieber weil sich das für sie sicher anfühlt.

00:14:31: Empfangen dagegen macht uns auf eine gewisse Weise auch verletzlich denn empfangen bedeutet ich öffne mich Ich lasse etwas zu mir kommen!

00:14:45: alles selbst erzeugen und genau das fällt vielen von uns schwer.

00:14:51: Und weißt du, was ich in diesem Zusammenhang jahrelang überhaupt nicht hören konnte?

00:14:56: Das Wort loslassen!

00:14:59: Überall und ständig hört man Du musst einfach mal loslassen und jedes Mal dachte ich Ja schön aber was genau soll ich los lassen?

00:15:08: und wie macht man das eigentlich?

00:15:10: genau?

00:15:13: für jemanden Wie mich der gerne plant organisiert und vorausdenkt, klang das oft wie eine schöne spirituelle Floskel.

00:15:22: Denn ehrlich gesagt ich mag Struktur!

00:15:25: Ich mag Organisationen und ich mag auch Ordnung.

00:15:30: Ich mag es einfach Dinge auf die Reihe zu bekommen und irgendwann wurde mir klar loslassen bedeutet gar nicht alles hinzuwerfen.

00:15:39: Loslassen bedeutet nichts planlos durch das Leben zu gehen oder die Verantwortung abzugeben.

00:15:47: Für mich bedeutet Loslassen mittlerweile etwas ganz anderes, für mich bedeutet loslassen einfach Vertrauen und zwar Vertrauen in das Leben.

00:15:58: Vertrauen ein etwas Größeres als meinen eigenen Verstand – Vertrauen ins Universum!

00:16:06: Und damit meine ich nicht dass ich mich zurücklehne und nichts mehr tue sondern dass ich aufgehört habe zu glauben dass alles von mir abhängt.

00:16:16: Und eine meiner neuesten Übungen hat genau damit zu tun, denn ich für meinen Teil bin jemand der eigentlich ständig neue Ideen hat.

00:16:26: Wirklich ständig!

00:16:27: Neue Projekte, neue Formate, neue Möglichkeiten und meistens sind es auch sehr gute Ideen.

00:16:33: Das Problem war nur immer... Ich hatte früher immer das Gefühl, ich muss alles davon umsetzen und zwar am besten gleichzeitig und sofort.

00:16:40: Kaum war eine Idee da entstand schon ein Plan und dann der nächste Plan, und plötzlich war aus einer Inspiration ein weiterer Punkt auf meiner To-do Liste geworden.

00:16:53: Vielleicht kennst du das ja!

00:16:55: Heute versuche ich etwas anderes – nicht unorganisiert sein, denn damit könnte ich wirklich nichts anfangen aber weniger festzuhalten, weniger zu kontrollieren und weniger auch sofort entscheiden zu müssen und stattdessen zu vertrauen zu vertrauen, dass das was wirklich für mich bestimmt ist ohnehin seinen Weg zu mir findet.

00:17:22: Dass ich das was wachsen möchte und wachsen soll auch ganz deutlich zeigen wird und dass nicht jede Idee sofort umgesetzt werden muss.

00:17:34: Und je mehr ich es übe umso mehr stelle ich auch fest wenn ich nicht sofort kontrolliere nicht sofort alles planen und absichern möchte, dann entstehen oft Dinge die viel größer sind als das was ich mir ursprünglich eigentlich vorgestellt habe.

00:17:58: Egal ob es dabei um Begegnungen geht, um Kooperationen, Möglichkeiten oder Verbindungen – Dinge die mein Verstand niemals hätte planen können!

00:18:12: Und dann wird mir wieder bewusst Das Universum sieht einfach viel, viel weiter als mein begrenzter Verstand.

00:18:20: Und vielleicht schaut es aus einer Perspektive auf meinen Leben die ich auch mit meinem begrenzen Blick überhaupt nicht erfassen kann.

00:18:30: und vielleicht besteht Vertrauen nicht darin keinen Plan zu haben sondern nicht jeden einzelnen Schritt kontrollieren zu müssen.

00:18:41: Vielleicht besteht Vertrauen Darin zu wissen, dass das Leben manchmal Wege kennt die unser Verstand einfach noch nicht sehen kann.

00:18:55: Und irgendwann wurde mir dann bewusst wer immer nur gibt und damit meine ich jetzt nicht nur das Offensichtliche geben also nicht nur Zeit Hilfe Unterstützung sondern auch dieses ständige Kümmern kontrollieren dieses Tragen denn auch das ist ja eine Form des Gebens.

00:19:13: Und ganz ehrlich, jemand der gerne kontrolliert.

00:19:16: Der macht das ja auch nicht nur in einem Lebensbereich sondern in so gut wie jedem also im Job der Familie bei Freunden und so weiter.

00:19:25: Wer immer noch gibt verhindert ja auch dass andere geben können.

00:19:32: Lass diesen Satz einmal wirken wer immer nur trägt Verhindert manchmal getragen zu werden Wer immer nur hilft verhindet Hilfe zu empfangen Wer immer nur kontrolliert, verhindert Vertrauen zu erleben.

00:19:53: Und vielleicht besteht wahre Stärke nicht darin alles alleine zu schaffen sondern darin sich auch einfach mal halten zu lassen.

00:20:06: Irgendwann beganne ich mir eine Frage zu stellen – eine neue Frage Was würde passieren wenn ich das jetzt nicht trage?

00:20:18: Also nicht für immer!

00:20:19: Nur jetzt in diesem Moment.

00:20:21: Was würde passieren, wenn ich dieses Problem nicht sofort löse?

00:20:27: Wenn ich diese Verantwortung nicht sofort übernehme.

00:20:30: Mir dieses Projekt nicht sofort umhänge oder ich diesen Menschen nicht sofort einen Rat gebe Oder eine Lösung anbitte?

00:20:39: Nicht sofort versuche seinen Weg ein bisschen leichter zu machen?

00:20:45: Und irgendwann kam eine weitere Frage dazu Woher weiß ich eigentlich dass dieser Mensch meine Hilfe gerade braucht oder möchte.

00:20:55: Woher weiß ich, dass er es nicht einfach selbst schaffen kann?

00:20:58: Denn wenn ich ehrlich bin würde jemand ständig versuchen meine Probleme für mich zu lösen dann wäre ich wahrscheinlich gar nicht so begeistert weil in mir etwas sagen würde vertraue mir doch einfach mal trau mir doch was zu!

00:21:15: Trau mir zu das ich meinen eigenen Weg finde und vielleicht gilt das auch für andere Menschen.

00:21:24: Vielleicht besteht Unterstützung nicht immer darin jemanden zu retten.

00:21:29: Vielleicht besteht der Unterstützung, einfach darin da zu sein, zuzuhören und Vertrauen zu haben um dem anderen seine eigene Stärke zuzutrauen.

00:21:40: also was wenn ich diesen Moment erlaube sich ohne mein Eingreifen einfach zu entfalten?

00:21:50: Und erstaunlich oft lautet die Antwort gar nichts zumindest nichts von dem wovor ich Angst hatte.

00:22:04: Vielleicht hast du dich heute an der einen oder anderen Stelle wieder erkannt.

00:22:09: Vielleicht in diesem Gefühl immer stark sein zu müssen, oder vorbereitet und verantwortlich sein zu mussten.

00:22:16: Vielleicht hast Du auch erkannt das hinter Deiner Kontrolle gar nicht der Wunsch steckt alles bestimmen zu wollen sondern einfach nur der Wunscht sicher zu sein!

00:22:27: Und vielleicht ist das wichtigste was Du aus dieser Folge mitnehmen darfst Du musst diesen Anteil in dir gar nicht bekämpfen, denn er ist nicht dein Feind.

00:22:37: Er hat lange versucht dich zu

00:22:38: schützen.".

00:22:40: Die Frage ist nur, braucht er diese Aufgabe heute noch in derselben Form?

00:22:47: Bewusstsein entsteht nicht dadurch, dass wir von heute auf morgen alles anders machen!

00:22:53: Bewusstsein entsteht in den kleinen Momenten – in den Momenten, in denen wir bemerken… Ah, da is der wieder!

00:23:01: Mein innerer Kontrolleur Mein innerer Retter, mein innerer Antreiber.

00:23:08: Und genau deshalb möchte ich dir auch heute wieder ein paar Werkzeuge mitgeben – ein paar Tools!

00:23:13: Nicht damit du weniger wirst oder dich optimierst sondern, damit du beginnen kannst wahrzunehmen was du vielleicht einfach schon viel zu lange trägst und was Du vielleicht endlich nicht mehr alleine tragen musst.

00:23:29: Werkzeug Nummer eins Mit der Frage ist das wirklich meins?

00:23:36: Immer dann Wenn du im Alltag Stress oder Druck spürst, dann atme erst tief durch und dann frage dich.

00:23:45: Ist es gerade wirklich meine Verantwortung?

00:23:49: Oder übernehme ich etwas das eigentlich jemand anderem gehört?

00:23:55: Eigentlich ganz simpel, oder?

00:23:57: Du wirst vermutlich erstaunt sein wie oft die Verantwortung gar nicht deine ist!

00:24:04: Werkzeug Nummer zwei Die Pause.

00:24:09: Bevor du in Versuchung kommst zu helfen Zu retten oder zu lösen, halte kurz inne, atme tief ein und wieder aus.

00:24:21: Und dann frage, wurde ich überhaupt darum gebeten?

00:24:27: Eine ganz, ganz wichtige Frage!

00:24:30: Wurde ich überhaupt drum gebetet?

00:24:35: Werkzeug Nummer drei der Kontrollcheck.

00:24:39: Wenn du merkst dass du alles selbst machen möchtest weil du glaubst nur so funktioniert es richtig Dann frage dich Und Werkzeug Nummer vier, das für mich allerwichtigste über das Empfangen.

00:25:13: Denn nur wenn du regelmäßig empfängst kannst Du auch die Fülle in deinem Leben empfangen!

00:25:20: Nimm in dieser Woche ganz bewusst etwas an Sei es ein Kompliment, eine Unterstützung, einer Einladung Hilfe im Haushalt.

00:25:30: Eine Idee und das Wichtigste ohne sofort etwas zurückgeben zu müssen Ohne dich zurechtfertigen, ohne dich schuldig zu fühlen.

00:25:42: einfach empfangen Und beobachte was in dir passiert.

00:25:48: Vielleicht hast du heute erkannt dass Du mehr trägst als Dir eigentlich bewusst war.

00:25:54: vielleicht gibt es Menschen, Gedanken, Verantwortungen, Erwartungen die du schon so lange mit dir herumträgst das sie sich ganz normal anfühlen.

00:26:07: Aber vielleicht müssen nicht alle Lasten auf deinen Schultern liegen!

00:26:12: Vielleicht darfst du manches auch einfach zurückgeben?

00:26:16: Vielleicht darfste manches einfach dem Leben überlassen und lernen dass du nicht nur hier bist um zu tragen sondern auch um zu empfangen.

00:26:26: Und genau dazu möchte ich dich jetzt einladen in der Meditation.

00:26:35: Suche dir gern einen ruhigen Ort, schließe deine Augen und atme tief durch die Nase ein und den leicht geöffneten Mund wieder aus.

00:26:56: Noch einmal einatmen, ausatmen.

00:27:09: Stell dir vor du trägst einen schweren Rucksack, einen Rucksacks voller Aufgaben, Verantwortung Erwartungen, Sorgen und Pflichten.

00:27:30: Dinge die du glaubst tragen zu müssen.

00:27:35: Nimm nun einmal wahr wie schwer dieser Rucksack geworden ist Und frage dich innerlich Was davon gehört wirklich mir?

00:27:57: Vielleicht taucht etwas auf Ein Mensch ein Gefühl eine Verantwortung ein alter Auftrag.

00:28:11: nimm es einfach wahr.

00:28:16: und nun stell dir vor Du nimmst diesen Teil ganz behutsam aus deinem Rucksack und legst ihn vor dir ab.

00:28:28: Nicht wegwerfen, nicht verdrängen – einfach ablegen!

00:28:34: Für einen Moment atme noch einmal ein und ganz bewusst durch den Mund lösend wieder aus und spüre in dich hinein wie fühlt es sich an wenn du nicht alles tragen musst?

00:29:11: Wie fühlte wenn du nicht alles kontrollieren musst, wenn das Leben einen Moment lang ohne deinen ständigen Einsatz weiterfließen darf.

00:29:27: Und nun stell dir vor, dass vor dir ein warmes Licht erscheint – nichts, was du dir verdienen musst oder was erzeugen musst.

00:29:41: Es ist einfach da und vielleicht darfst du heute etwas ausprobieren!

00:29:51: Nicht leisten, nicht leisten, nicht kontrollieren sondern empfangen, einfach nur empfagen.

00:30:06: Dieses Licht diese Ruhe diesen Moment vielleicht spürst du das Leben möchte nicht nur durch dich fließen es möchte auch zu dir fließen.

00:30:31: nimm noch einen tiefen Atemzug und bleibe einen moment in diesem Raum.

00:30:47: einfach nur sein einfach nur entfangen und vertrauen Und lass das Licht in dich hineinfließen, In jede Zelle.

00:31:09: Jedes Organ, jeden Knochen.

00:31:23: Du empfängst das Licht und wirst mit Leichtigkeit geflutet.

00:31:40: Spüre wie friedlich sich das anfühlt.

00:31:56: Nimm noch ein paar tiefe Atemzüge.

00:32:25: Spüre langsam deinen Körper wieder Deine Hände deine Füße zurück.

00:32:46: Hinter den Schleier zu schauen bedeutet nicht alles alleine tragen zu müssen, es bedeutet zu erkennen was wirklich zu dir gehört.

00:32:58: Nicht jede Verantwortung ist deine!

00:33:01: Nicht jedes Problem braucht eine Lösung von dir und nicht jeder Sturm verlangt dein Eingreifen.

00:33:10: vielleicht musst du nicht alles kontrollieren alles zusammenhalten oder allein schaffen.

00:33:15: Vielleicht besteht Fülle nicht darin mehr zu tragen, sondern darin einfach mehr zu empfangen.

00:33:24: Unterstützung Vertrauen Liebe Möglichkeiten Das Leben selbst Bis zum nächsten Mal hinter dem Schleier.

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