Wer bist du ... ohne deine Masken? | Folge 4

Shownotes

🎙️ Folge 4 – Wer bin ich, wenn ich niemandem mehr etwas beweisen muss?

Wer bist du hinter all den Rollen, die du jeden Tag erfüllst?

Wir alle tragen Masken. Manche geben uns Sicherheit, andere helfen uns dazuzugehören oder Erwartungen zu erfüllen. Doch manchmal entfernen sie uns auch von dem Menschen, der wir tief in unserem Inneren wirklich sind.

In dieser Folge sprechen wir darüber,

✨ warum wir überhaupt Masken entwickeln, ✨ weshalb sie uns lange geschützt haben, ✨ wie wir erkennen, wann wir nur noch eine Rolle spielen, ✨ und warum echte Freiheit vielleicht genau dort beginnt, wo wir aufhören, jemand sein zu müssen.

Außerdem erwarten dich:

Praktische Werkzeuge für deinen Alltag Eine geführte Meditation zur Begegnung mit deinem wahren Selbst Ein Manifest, das dich daran erinnern möchte, dass du nichts beweisen musst, um wertvoll zu sein.

„Vielleicht musst du gar kein anderer Mensch werden. Vielleicht darfst du einfach aufhören, jemand sein zu müssen.“

Ich wünsche dir von Herzen eine inspirierende Zeit mit dieser Folge.

Alles Liebe

Lydia Maria

Hinter dem Schleier – Fragen. Gedanken. Bewusstsein.

Transkript anzeigen

00:00:18: Hallo und schön, dass du da bist.

00:00:20: Ich freue mich sehr, dass Du meinen Podcast hinter dem Schleier gefunden hast.

00:00:25: Und vielleicht bevor wir heute hinter den nächsten Schleiern schauen, kurz dazu warum mache ich denn diesen Podcast überhaupt?

00:00:33: Ja die Antwort ist ja einfach.

00:00:35: nicht weil ich glaube alle Antworten zu kennen ganz im Gegenteil sondern weil ich einfach Fragen liebe und weil ich auch glaube das ehrliche Fragen unser Leben manchmal viel stärker verändern können als fertige Antworten.

00:00:52: Ich teile hier auf diesem Podcast meine Fragen, meine Gedanken auch meine Erfahrungen und vor allem auch meine Erkenntnisse auf meinem Weg.

00:01:05: Und das nicht weil sie die Wahrheit sind sondern weil sie vielleicht einfach ein Gedanke sein können der genau im richtigen Moment zu dir kommt.

00:01:15: Vielleicht kennst du manche Fragen, vielleicht beschäftigen dich auch gerade ganz ähnliche Themen und vielleicht gibt es in jeder Folge auch nur einen einzigen Satz der irgendetwas in dir berührt.

00:01:27: Und dann hat dieser Podcast für mich zumindest bereits genau das erfüllt wofür ich ihn begonnen habe.

00:01:34: also lass uns nun gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen!

00:01:40: In den letzten Folgen haben wir darüber gesprochen, warum wir glauben nicht gut genug zu sein.

00:01:45: Warum wir oft versuchen alles zu tragen, alles zu kontrollieren und heute möchte ich mit dir gemeinsam hinter einen weiteren Schleier schauen.

00:01:55: Einen Schleiher den wir oft unser ganzes Leben tragen nämlich unsere Rollen und Masken die Version von uns, die wir im Laufe unseres Lebens erschaffen Jeder und jede von uns, also das ist auch total wichtig um gesellschaftspflicht zu sein.

00:02:17: Wir brauchen diese Masken und Rollen für unseren Alltag.

00:02:20: mit Masken meine ich zum Beispiel die starke der Helfer der perfekte der vernünftige oder oder die erfolgreiche Die Harmoniestifterin Der Mensch der immer funktioniert vielleicht kennst du das ja?

00:02:41: Das Kind oder auch der Kummerkasten, das alles sind Rollen die wir spielen.

00:02:45: Je nachdem mit wem wir gerade zusammen sind zeigen wir unterschiedliche Seiten von uns und irgendwann stellt sich eine Frage wer bin ich eigentlich wenn niemand etwas von mir erwartet?

00:03:03: Wer bin ich hinter all diesen Rollen?

00:03:05: Und genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen.

00:03:09: natürlich warten auch wieder einige Impulse für deinen Alltag auf dich.

00:03:14: Am Ende gibt es natürlich eine Meditation, eine Begegnung mit dem Menschen hinter den Masken.

00:03:21: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen!

00:03:26: Bevor wir tiefer eintauchen.

00:03:28: vielleicht ganz kurz zur Klärung was meine ich denn überhaupt mit Rollen und Masken?

00:03:34: Denn damit meine ich jetzt nicht dass wir unehrlich sind oder ständig anderen etwas vorspielen.

00:03:40: Rollen sind zunächst einmal etwas völlig Natürliches.

00:03:43: Wir haben sie wie gesagt alle.

00:03:45: Ich für meinen Teil bin zum Beispiel Tochter, Mutter, Partnerin, Ehefrau, Unternehmerin, Autorin, Podcasterin, Videoproduzentin, Regie-Lehrerin und noch so vieles mehr genau wie auch du.

00:04:03: Und je nachdem mit wem ich gerade zusammen bin treten unterschiedliche Seiten von mir in den Vordergrund.

00:04:10: Wir fahren auf Theaterbühne!

00:04:13: Das ist ganz normal.

00:04:14: Wir brauchen diese Rollen, um gesellschaftsfähig zu sein.

00:04:17: Schwierig wird es erst dann wenn wir vergessen dass das Rollen sind Wenn wir beginnen zu glauben dass wir diese rollen sind Denn viele rollen entstehen eigentlich aus einem sehr guten grund Sie helfen uns dazu zu gehören Anerkennung zu bekommen oder auch ja und sicher zu fühlen.

00:04:40: Vielleicht hast du irgendwann gelernt Wenn ich stark bin, werde ich gebraucht.

00:04:49: Wenn ich lieb bin, werden ich gemocht.

00:04:51: Wenn Ich erfolgreich bin, werde ich gesehen oder wenn ich für andere da bin dann gehöre ich dazu und so entsteht Stück für Stück eine Maske nicht weil wir falsch sind sowie wie wir sind sondern weil wir gelernt haben dass uns diese maske schützt.

00:05:10: die frage ist nur was passiert wenn wird diese masken solange tragen dass wir völlig vergessen, wer wir eigentlich darunter sind.

00:05:22: Wenn ich auf mein eigenes Leben zurückblicke, dann gab es viele Rollen die ich getragen habe.

00:05:28: Gerade in meiner Zeit beim Radio und beim Fernsehen war ich oft die organisierte, die leistungsstarke, die produktive, die planerin – diejenige, die immer Lösungen hatte, die funktioniert hat!

00:05:42: Und viele dieser Rollen haben mir auch geholfen.

00:05:44: natürlich Sie haben mir Orientierung gegeben, sie haben mir Sicherheit gegeben und zu einem gewissen Grad natürlich auch Anerkennung.

00:05:53: Und trotzdem gab es immer wieder Momente in denen ich mich gefragt habe, wer bin ich eigentlich?

00:06:01: Wenn ich all das nicht mehr sein muss!

00:06:05: Wenn ich niemanden mehr etwas beweisen muss!

00:06:08: wenn ich niemandem beeindruckten muss!

00:06:16: Und genau diese Frage hat mich sehr, sehr lange begleitet.

00:06:19: Denn ja, wer bin ich eigentlich ganz ohne meine Masken?

00:06:23: Was sich aber seit damals verändert hat... Es gibt heute immer mehr Momente in denen ich keine Rolle mehr brauche.

00:06:33: Zum Beispiel wenn ich ein Räkisseminar leite versuche nicht die Lehrerin zu sein, die über ihren Teilnehmern steht sondern ich möchte einfach ich sein!

00:06:44: Echt menschlich Ja, mit allem was dazugehört.

00:06:50: Und weißt du was das Schöne daran ist?

00:06:53: Es ist unglaublich befreiend!

00:06:55: Denn in dem Moment, in dem ich aufgehört habe jemand sein zu müssen konnte ich den Menschen viel ehrlicher begegnen von Mensch zum Mensch und ich glaube genau dort entstehen auch die tiefsten Begegnungen.

00:07:12: Die meisten unserer Rollen entstehen nicht zufällig.

00:07:16: Sie entstehen oft dort wo wir lernen wie wir Liebe bekommen.

00:07:21: Wie wir dazugehören, wie wir sicher sind und irgendwann wird aus einem Verhalten eine Identität Aus einer Strategie wird ein Selbstbild Und wir beginnen zu glauben.

00:07:34: Das bin ich.

00:07:34: so bin Ich.

00:07:36: das Spannende ist Am Anfang tragen wir die Rolle Aber irgendwann trägt die Rolle uns.

00:07:43: Wir beginnen uns mit ihr Zu identifizieren.

00:07:48: Wir sagen dann Ich bin die Verantwortliche, die Erfolgreiche.

00:07:54: Ähm ich bin diejenige, die vielleicht alles zusammenhält und plötzlich wird es dann schwierig etwas anderes zu sein.

00:08:02: Denn wer bin ich wie gesagt ohne diese Rolle?

00:08:05: Wer bin ich wenn ich einmal schwach bin Wenn ich Hilfe brauche, wenn ich mal keine Antwort habe Wenn nicht funktioniere?

00:08:15: Und genau dort beginnt dann oft die Angst Und vielleicht dürfen wir hier noch einen Schritt weitergehen Denn die eigentliche Frage lautet nicht, welche Rollen habe ich oder welche Rollenspiele ich.

00:08:29: Die eigentliche frage lautet Wer bin ich wenn sie wegfallen?

00:08:34: Vor einiger Zeit habe ich einen Video gesehen das mich zu tiefst berührt hat.

00:08:39: vielleicht hast du es auch gesehen.

00:08:41: Es war eines der letzten Videos von James Thunderbeak dem Hauptdarsteller aus Dawson's Creek.

00:08:47: Das video hatte kurz vor seinem Tod gepostet und darin sprach er darüber wie viele Rollen er im Laufe seines Lebens getragen hat.

00:09:00: Er war erst der Schauspieler, der Erfolgreiche dann der Ehemann, der Vater, der Versorger – diejenige, der funktioniert.

00:09:12: und er hat etwas beschrieben was mich nicht mehr losgelassen hat denn durch seine Krebskrankheit wurden ihm sämtliche Rollen alle Rollen seines Leben genommen!

00:09:23: Er war zu schwach diese Rollen zu spielen.

00:09:27: Plötzlich stande eben genau diese eine Frage im Raum.

00:09:31: Wer bin ich eigentlich noch, wenn alles wegfällt?

00:09:37: Wie wertvoll bin ich dann eigentlich noch?

00:09:41: Ich glaube dass das eine Frage ist die uns irgendwann allen begegnet vielleicht oder hoffentlich nicht durch Krankheit aber einfach durch das Leben.

00:09:52: denn irgendwann verändert sich jede Rolle und irgendwann verlieren wir vielleicht genau die Identität an der wir so lange festgehalten haben, an die wir uns so lange geklammert haben und dann bleibt etwas viel tieferes zurück.

00:10:10: Wer bin ich unter all dem?

00:10:15: Denn irgendwann wie gesagt geht jede Rolle oder sie verändert sich Und genau dann zeigt sich ob wir uns mit ihr verwechselt haben Ob wir wissen dass darunter noch etwas ja viel größeres ist Etwas das nicht von Leistung abhängt nicht von Erfolg oder auch nicht von Funktionieren, nicht davon was wir für andere tun.

00:10:42: Und weißt du woran mich das erinnert?

00:10:44: An eine Erkenntnis die auch mich über viele Jahre begleitet hat und das war auch das Fazit von James van der Big vielleicht bist Du nicht wertvoll weil Du etwas leistest, vielleicht bist du nicht lebenswert weil Du eine bestimmte Rolle erfüllst Vielleicht bist du nicht wichtig, weil du gebraucht wirst.

00:11:11: Vielleicht bist Du gut einfach nur, weil Du da bist.

00:11:20: So schlicht dieser Satz auch klingt für mich steckt ja eine unglaubliche Freiheit dahinter.

00:11:29: ich glaube auch viele leute sind nicht erschöpft, weil sie zu viel tun sondern Weil Sie ständig jemand sein müssen immer stark immer freundlich immer kompetent oder auch immer verfügbar.

00:11:45: Und das kostet unglaublich viel Energie, denn jede Maske möchte natürlich aufrecht erhalten werden und das am besten jeden Tag!

00:11:54: Das Schwierige an unseren Rollen ist sie geben uns wie gesagt oft Sicherheit Orientierung Anerkennung und natürlich auch Zugehörigkeit.

00:12:05: Deshalb halten wir auch so lange in ihnen fest.

00:12:08: Aber jede Rolle hat auch ihren Preis und oft bemerken wird diesen Preis leider erst sehr, sehr spät.

00:12:17: Wenn ich mich mein ganzes Leben über die Rolle zum Beispiel der starken Definiere dann wird es irgendwann ziemlich schwierig Schwäche zu zeigen.

00:12:29: oder wenn ich mich über die Role der Helferin definiere Dann wird es relativ schwierig selbst Hilfe anzunehmen.

00:12:38: Wenn Ich mich über Leistung definiere dann wird Ruhe plötzlich unangenehm.

00:12:45: oder wenn ich mich über die Rolle der Verantwortlichen definiere, dann kann sich loslassen wie Gefahr anfüllen.

00:12:54: Und irgendwann geschieht ein etwas merkwürdiges.

00:12:58: Wir treffen Entscheidungen nicht mehr danach was sich für uns wahr anfühlt sondern danach was zu unserer Rolle passt.

00:13:09: wir fragen nicht mehr Was will ich eigentlich?

00:13:11: Sondern wer muss sich gerade sein?

00:13:15: Und genau dort verlieren wir manchmal den Kontakt zu uns, denn Rollen sind eigentlich wie Kleidungsstücke.

00:13:23: Sie können wunderschön sein, sie können hilfreich sein aber sie sind eben nicht unsere Haut und sie sind nicht unser Wesen.

00:13:32: die Frage lautet trage ich die Rolle oder trägt die Rolle inzwischen mich?

00:13:42: Und irgendwann wurde mir bewusst Ich bin nicht meine Rollen Ich bin nicht die Starke, die Organisierte, die Verantwortliche.

00:13:51: Das sind Teile von mir ja!

00:13:54: Aber sie sind nicht mein ganzes Wesen und das ist der Punkt an dem Freiheit entstand.

00:14:02: Denn wenn ich nicht meine Rolle bin oder meine Rollen bin dann darf ich auch mal etwas anderes sein.

00:14:09: Dann darf ich müde sein, dann darf mich auch Hilfe annehmen.

00:14:14: unsicher sein verletzt sein menschsein.

00:14:21: Deshalb ist für mich im Alltag eine der wichtigsten Fragen.

00:14:26: Wer versuche ich gerade zu sein?

00:14:28: Und noch wichtiger, was würde passieren wenn ich es für einen Moment nicht wäre?

00:14:36: Vielleicht hast du dich heute in einer dieser Rollen wieder erkannt oder auch eine ganz andere an dir entdeckt – die wichtige Erkenntnis.

00:14:55: Du musst deine Rollen nicht bekämpfen, du musst sie auch nicht loswerden – denn sie alle hatten mal einen Grund!

00:15:03: Sie haben dich wie gesagt vielleicht geschützt und die Orientierung gegeben, dir geholfen durch schwierige Zeiten zu gehen….

00:15:10: aber vielleicht bist du einfach größer als jede einzelne Rolle?

00:15:16: Vielleicht bist du mehr als das Bild, dass du von dir selbst erschaffen hast …mehr andere von dir erwarten.

00:15:26: Mehr als das, was du glaubst sein zu müssen!

00:15:31: Bewusstsein entsteht nicht in dem Moment, in dem wir unsere Masken ablegen sondern in den Moment, indem wir erkennen ah da ist sie wieder meine Rolle, meine Geschichte, meine gewohnte Identität.

00:15:48: Und genau deshalb möchte ich dir auch heute gerne wieder ein paar Tools mitgeben, die auch mir im Alltag helfen.

00:15:55: Vielleicht ist es eine oder andere dabei das dich anspricht und wo du sagst ja damit kann ich arbeiten!

00:16:00: Das möchte ich mal ausprobieren.

00:16:04: Es geht hier nicht darum dass du jemand anderes wirst sondern dass du dich Schritt für Schritt wieder daran erinnerst wer du vielleicht schon immer warst.

00:16:19: Werkzeug Nummer eins Die Rolle erkennen.

00:16:23: Beobachte dich einfach selbst diese Woche in unterschiedlichen Situationen, im Beruf der Familie mit Freunden.

00:16:32: In einer Beziehung und frage dich ganz bewusst welche Rolle spiele ich gerade?

00:16:40: Bin ich gerade die Starke?

00:16:43: Die Verantwortliche?

00:16:44: Der Helfer oder die Helferin?

00:16:47: Der oder die Perfekte?

00:16:50: Oder vielleicht auch diejenige, die immer alles alleine schaffen möchte?

00:16:56: Es geht nicht darum, die Rolle zu bewerten sondern nur darum sie ganz bewusst wahrzunehmen.

00:17:02: Denn wir können nur erkennen was wir sehen.

00:17:07: Werkzeug Nummer zwei Die Erwartung hinter der Rolle.

00:17:13: Wenn du eine Rolle erkannt hast dann stellt dir eine weitere Frage Was glaube ich eigentlich erfüllen zu müssen?

00:17:32: Vielleicht entdeckst du dabei Überzeugungen wie, dann werde ich nicht mehr gebraucht.

00:17:39: Dann werde ich enttäuschen oder dann werde Ich abgelehnt.

00:17:44: Dann verliere ich vielleicht die Kontrolle Denn oft liegt hinter einer Rolle eine ganz ganz tiefe Sehnsucht nach Sicherheit Zugehörigkeit Nach Liebe und genau dort wird es spannend.

00:17:56: Schau dorthin.

00:17:59: Werkzeug Nummer drei ein kleiner Rollenurlaub.

00:18:04: Wähle in dieser Woche eine Rolle aus, die du richtig gut kennst.

00:18:09: Und dann gönn dir einen kleinen Urlaub – nicht für immer sondern einfach nur für einen Moment!

00:18:15: Zum Beispiel wenn du immer alles organisierst, dann lass einfach mal jemand Anderen entscheiden.

00:18:23: oder wenn Du immer die Starke bist erlaube Dir ehrlich zu sagen dass Du gerade müde bist.

00:18:31: Oder wenn du immer die Perfekte sein möchtest, dann lass bewusst einfach mal eine Kleinigkeit unperfekt und ich weiß das ist schwierig.

00:18:40: Aber beobachte was passiert?

00:18:42: Was in dir passiert?

00:18:44: Und vielleicht auch etwas einfach nicht passiert denn vielleicht stellst Du fest dass sich die Welt weiterdreht!

00:19:03: Vielleicht bei einem Spaziergang, bei einem Tee am Abend oder vielleicht mit einem Journal.

00:19:10: und frage dich wer wäre ich ohne diese ganzen Geschichten über mich?

00:19:17: Wer wäre ich ohne meine Rollen die Rolle der starken verantwortlichen usw.

00:19:23: Nicht um eine Antwort zu finden sondern einfach um einen Raum zu öffnen Denn manchmal beginnt eine Veränderung wie gesagt nicht mit einer Antwort Sondern mit einer ehrlichen Frage.

00:19:35: Und vielleicht hat dir diese Folge heute dabei geholfen, zu erkennen dass viele deiner Rollen einmal einen guten Grund hatten.

00:19:44: Dass sie dich geschützt haben die Orientierung gegeben haben oder dir geholpen haben dazu zu gehören.

00:19:50: Vielleicht haben Sie dafür gesorgt das du geliebt wurdest gesehen Gebraucht und vielleicht trägst du manche dieser Rollen schon so lange Dass es sich inzwischen wie ein Teil von Dir anfühlen.

00:20:03: aber vielleicht bist Du mehr als jeder dieser Rollen.

00:20:07: Mehr als die starke, mehr als die verantwortliche – mehr als der helfer oder der erfolgreiche!

00:20:13: Mehr als alle Geschichten, die du über dich selbst gelernt hast.

00:20:19: und vielleicht beginnt Freiheit nicht erst dann wenn alle deine Rollen verschwunden sind sondern in dem Moment in dem wir erkennen ich darf sie tragen aber ich muss sie nicht sein.

00:20:33: Und genau dazu möchte ich dich jetzt einladen zu einer kleinen Reise hinter die Masken in unserer Meditation.

00:20:44: Zu dem Menschen, der schon da war bevor all diese Geschichten entstanden sind und dennoch immer da ist.

00:20:51: unter all dem ganz still, ganz echt, kannst du!

00:21:01: Und wenn Du bereit bist dann schließe jetzt gerne Deine Augen und im einen tiefen Atemzug durch die Nase ein Und durch den leicht geöffneten Mund wieder aus, tief einatmen und ausatmen spüre einen Moment den Boden unter dir.

00:21:39: Deinen Körper deinen Atem und erlaube dir einfach anzukommen nichts zu tun nicht zu erreichen Nichts zu beweisen.

00:22:05: Stell dir nun vor du stehst vor einem wunderschönen alten Haus dem Haus deines Lebens und während du langsam durch dieses Haus gehst, begegnen dir verschiedene Räume.

00:22:33: In einem Raum findest Du all die Rollen, die Du im Laufe Deines Lebens getragen hast – vielleicht die Helferin, die Perfekte, die Verantwortliche oder Starke der oder diejenige, die alles zusammenhält!

00:23:00: Vielleicht tauchen auch ganz andere Rollen auf, beobachte sie ohne sie zu bewerten, ohne sie wegzuschicken.

00:23:17: Denn jede dieser Rollen hatte einmal einen sehr guten Grund.

00:23:25: Jede von ihnen hat versucht dich zu schützen die Sicherheit zu geben.

00:23:34: Vielleicht möchtest du innerlich sogar Danke sagen.

00:23:40: danke dass ihr mich so lange begleitet habt das ihr getan habt was ihr konntet.

00:23:54: und nun Gehst du weiter, tiefer in dieses Haus hinein Raum für Raum.

00:24:04: Bist Du an eine Tür gelangst die Du bisher vielleicht noch nie bewusst geöffnet hast.

00:24:13: Ganz einfache Tür Eine stille Tür.

00:24:23: Langsam öffnest Du sie und bemerkst Diese Raum ist irgendwie anders.

00:24:34: Hier gibt es keine Rollen Keine Erwartungen Keine Aufgaben oder Geschichten Keine Masken Nur stille, nur weite, nur sein.

00:25:02: und vielleicht spürst du hier musst du nichts darstellen oder leisten.

00:25:11: Nichts beweisen.

00:25:15: Hier musst du nicht stark sein oder erfolgreich – nicht perfekt!

00:25:22: Und nicht für andere da sein.

00:25:29: Hier darfst du einfach sein, einfach existieren.

00:25:52: Das Älter ist als jede Rolle, älter als jede Geschichte über dich.

00:26:03: Etwas das nie verletzt werden konnte, nie verloren gegangen ist oder verschwunden ist – Deine Essenz, dein wahres Wesen.

00:26:22: und vielleicht möchte dieser Essenz heute etwas zu dir sagen?

00:26:30: Vielleicht keine großen Worte, vielleicht nur einen einzigen Satz?

00:26:44: Lausche einen Moment!

00:26:50: Auch wenn du nichts hörst, ist das vollkommen in Ordnung.

00:26:56: Dann spüre den Frieden und die Ruhe und erlaube mir dir einen Satz mitzugeben Du musst nichts werden!

00:27:14: Du musst nix leisten!

00:27:19: Du muss niemand sein!

00:27:22: Du bist bereits vollständig einfach nur weil du da bist.

00:27:32: Lass diesen Satz einem Moment wirken nicht im Kopf sondern im Herzen.

00:27:42: Du bist vollständig, einfach weil du da bist.

00:27:51: Atme tief ein und langsam wieder aus.

00:28:04: Spüre die Ruhe dieses Raumes – die Weite, die Präsenz!

00:28:15: Und nimm dieses Gefühl mit zurück in deinen Alltag, in deine Beziehungen, in Deine Rollen.

00:28:29: Du musst sie nicht ablegen.

00:28:32: Du darfst nur vergessen dass sie alles sind was du bist.

00:28:38: Atme noch einmal tief ein und langsam wieder aus.

00:28:51: Bewege langsam wieder deine Hände, deine Füße und wenn du bereit bist öffne sanft deine Augen und komme zurück mit der Erinnerung daran wer du hinter all diesen Rollen bist.

00:29:22: Hinter den Schleier zu schauen bedeutet nicht alle Rollen abzulegen.

00:29:28: es bedeutet zu erkennen dass wir mehr sind als jede Rolle Mehr als jede Maske, mehr als jede Geschichte.

00:29:39: Vielleicht musst du nicht immer stark sein, nicht immer funktionieren – nicht immer alles wissen!

00:29:46: Vielleicht darfst du einfach du sein und vielleicht beginnt Freiheit genau dort in dem Moment, in dem wir aufhören jemand sein zu müssen.

00:29:58: Bis zum nächsten Mal hinter dem Schleier.

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