Heilung beginnt dort, wo der Kampf endet | Folge 5

Shownotes

Folge 5 – Heilung beginnt dort, wo der Kampf endet

Wie oft kämpfen wir gegen uns selbst, ohne es überhaupt zu bemerken?

Gegen unseren Körper. Gegen unsere Fehler. Gegen unsere Vergangenheit. Gegen unsere Ängste.

Doch was wäre, wenn Heilung gar nicht dort beginnt, wo wir endlich perfekt geworden sind – sondern genau in dem Moment, in dem wir aufhören, gegen uns selbst anzukämpfen?

In dieser Folge von Hinter dem Schleier sprechen wir darüber,

✨ warum wir so oft unser eigener größter Kritiker sind, ✨ weshalb Selbstannahme nichts mit Resignation zu tun hat, ✨ warum Veränderung aus Liebe nachhaltiger ist als Veränderung aus Ablehnung, ✨ und wie echter innerer Frieden entstehen kann.

Außerdem erwarten dich:

Vier alltagstaugliche Werkzeuge für mehr Selbstannahme Eine geführte Meditation, die dich liebevoll mit dir selbst verbindet Ein Manifest, das dich daran erinnern möchte, dass du nichts beweisen musst, um wertvoll zu sein.

„Vielleicht musst du gar kein anderer Mensch werden. Vielleicht darfst du einfach aufhören, gegen dich selbst zu kämpfen.“

Ich wünsche dir von Herzen, dass dich diese Folge daran erinnert, dir selbst mit derselben Liebe und Geduld zu begegnen, die du so selbstverständlich anderen schenkst.

Alles Liebe

Lydia Maria

Hinter dem Schleier – Fragen. Gedanken. Bewusstsein.

Transkript anzeigen

00:00:17: Hallo und schön, dass du da bist.

00:00:20: Ich freue mich sehr, dass wir heute gemeinsam die nächste Reise hinter den Schleier antreten.

00:00:26: Falls du heute zum ersten Mal dabei bist – vielleicht kurz warum mache ich diesen Podcast eigentlich?

00:00:32: Ich teile hier keine fertigen Antworten und ich glaube auch nicht das sich die Wahrheit gepachtet habe!

00:00:38: Ich teille hier einfach auf diesem Podcast meine Gedanken, meine Fragen, auch meine Erfahrungen und Erkenntnisse, die mich weitergebracht haben auf meinem Weg auf meinem eigenen Weg.

00:00:49: Denn ich glaube, dass eine ehrliche Frage uns im Leben viel weiterbringt oder auch unser Leben viel stärker verändern kann als eine fertige Antwort.

00:01:01: und vielleicht beschäftigen dich gerade ähnliche Themen oder du stehst vor ähnlichen Herausforderungen.

00:01:07: Vielleicht gibt es doch heute nur einen einzigen kleinen Satz der dich berührt, der dir Mut macht oder einfach genau im richtigen Moment kommt eine neue Perspektive schenkt, dann hat dieser Podcast bereits genau das erfüllt.

00:01:21: Wofür ich ihn begonnen habe?

00:01:23: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen!

00:01:30: Heute möchte ich mit dir über einen der wichtigsten Beziehungen unseres Lebens sprechen.

00:01:37: Überleg mal – Mit welchen Menschen verbringst du eigentlich die meiste Zeit in deinem Leben?

00:01:44: Viele denken vielleicht an ihren Partner, ihre Kinder und die Familie an Freunde oder Kollegen, aber die Antwort ist eigentlich eine ganz andere.

00:01:55: Der Mensch mit dem wir unser gesamtes Leben verbringen sind wir selbst vom ersten Atemzug bis zum letzten und trotzdem ist genau diese Beziehung für viele Menschen auch die schwierigste!

00:02:13: Wir kritisieren uns, vergleichen ärgern uns über unsere Fehler, kämpfen gegen unseren Körper.

00:02:24: Unsere Vergangenheit gegen unsere Gefühle und unsere Schwächen.

00:02:30: Manchmal sind wir mit allen anderen so viel geduldiger als mit uns selbst – und vielleicht beginnt genau hier der nächste Schleier!

00:02:40: Denn was wäre wenn Frieden nicht erst dann entsteht?

00:02:45: Wenn wir endlich perfekt geworden

00:02:47: sind?!

00:02:48: sondern in dem Moment, indem wir aufhören gegen uns selbst zu kämpfen.

00:02:54: Genau darüber möchte ich heute mit dir sprechen!

00:02:57: Natürlich warten auch wieder ein paar Impulse, ein paar Alltagstools – vielleicht ist ja eines dabei das dich anspricht?

00:03:05: Das sind Tools die ich selbst wahnsinnig gerne nutze und die mich in meinem Alltag unterstützen.

00:03:11: Und natürlich wird es am Ende dieser Folge auch eine gemeinsame Meditation geben, zu der ich dich einladen möchte Mit dir selbst.

00:03:21: Nicht mit der Version von dir, die funktionieren muss oder der, die stark sein soll sondern mit dem Menschen, der schon immer warst.

00:03:32: Also lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen.

00:03:37: Es gab ehrlicherweise viele Momente bzw.

00:03:41: viele Jahre in meinem Leben wo ich geglaubt habe mein größter Antreiber wäre mein Ehrgeiz.

00:03:50: Heute glaube ich etwas anderes.

00:03:52: Ich glaube, es war oft der Gedanke ich müsste erst genug leisten um gut genug zu sein.

00:04:00: Selbst wenn ich müde war selbst wenn mein Körper eigentlich eine Pause gebraucht hätte hat er diese Stimme in mir, wie man da innere Antreiber gesagt, komm das schaffst du noch mach das noch fertig reiß dich zusammen.

00:04:15: andere schaffen das auch noch.

00:04:17: und weißt Du was das Verrückte daran ist?

00:04:21: niemals so mit einer Menschen gesprochen, den ich liebe.

00:04:25: Aber – mit mir selbst schon!

00:04:28: Und irgendwann wurde mir dann klar der größte Kampf fand gar nicht im Außen statt sondern in mir.

00:04:37: Ich habe nicht gegen andere Menschen gekämpft gegen meine Müdigkeit, gegen meine Fehler, meine Grenzen oder gegen den Teil von mir, der einfach einmal nichts leisten wollte.

00:04:52: Und genau dort habe ich begonnen, etwas zu verstehen.

00:04:56: Vielleicht bedeutet selbst Annahme gar nicht alles an sich großartig zu finden?

00:05:03: Vielleicht bedeutet sie einfach aufzuhören ständig gegen sich selbst zu kämpfen?

00:05:09: Ich glaube nicht dass wir als Kinder auf die Welt kommen und uns selbst ablehnen.

00:05:15: im Gegenteil ein kleines Kind das fragt sich nicht ob es gut genug ist Es fragt dich nicht ob er schön genug ist erfolgreich genug oder ob es genug leistet.

00:05:27: Es ist einfach da!

00:05:29: Es lacht, es weint, es spielt, es ist neugierig...es zeigt sich wie es gerade ist und irgendwo auf unserem Weg beginnt sich dann aber etwas zu verändern.

00:05:42: nicht weil unsere Eltern irgendetwas falsch gemacht hätten, nicht weil uns jemand bewusst verletzt hätte sondern weil wir beginnen aus diesen kleinen Erfahrungen unseres Lebens Ja, relativ große Schlussfolgerungen zu ziehen über uns selbst.

00:06:01: Wir bekommen zum Beispiel Lob für gute Noten, für angepasstes Verhalten, für Leistung fürs Funktionieren – wir werden mit anderen verglichen!

00:06:12: Mit Geschwistern, mit Klassenkollegen, Freunden und Menschen die scheinbar klüger und erfolgreicher sind als wir.

00:06:23: Und irgendwann entsteht in uns ein leiser Gedanke, vielleicht werde ich nur dann gelebt wenn ich brav bin.

00:06:34: Ich stark bin erfolgreich bin ich niemandem zur Last falle oder ich alles richtig mache und aus diesen einen Gedanken entstehen oft unzählige andere.

00:06:49: Ich muss mich mehr anstrengen!

00:06:51: Ich muss besser werden!

00:06:52: Ich darf keine Fehler machen Ich muss erst etwas leisten.

00:06:58: Nicht weil uns jemand gesagt hat, du bist nicht gut genug sondern weil wir es irgendwann selbst begonnen haben zu glauben.

00:07:07: und genau dort beginnt für viele Menschen der Kampf gegen sich selbst – nicht weil sie sich nicht mögen, sondern weil sie tief in sich überzeugt sind, erst jemand werden zu müssen um liebenswert zu sein!

00:07:21: Und vielleicht ist genau das einer der größten Irrtümer unseres Lebens.

00:07:27: Vielleicht mussten wir nie jemand anderes werden.

00:07:32: Vielleicht haben wir nur einfach vergessen, dass unser Wert nie von unserer Leistung abhängt.

00:07:41: Wenn wir an Selbstannahme denken, denken viele zuerst an einen eigenen Körper.

00:07:47: und ja manchmal beginnt der Kampf genau dort.

00:07:49: ich kenne das sehr gut.

00:07:51: Ich habe Vitiligo die Weißfleckenkrankheit Und gerade als junge Frau war es für mich nicht immer leicht.

00:07:57: Viele Jahre hatte ich das Gefühl Menschen würden zuerst meine Haut sehen.

00:08:02: Ich habe beobachtet wie andere schauen, habe interpretiert, habe mich gefragt was sie wohl denken?

00:08:12: Vielleicht haben manche tatsächlich geschaut vielleicht aber auch nicht.

00:08:18: und heute glaube ich dass der viel größere Kampf gar nicht im außen statt gefunden hat sondern in mir denn viel schmerzhafter als die Blicke anderer war oft der Blick mit dem ich mich selbst angesehen habe.

00:08:39: Und genau das hat mich irgendwann nachdenklich gemacht, denn vielleicht kämpfen wir gar nicht nur gegen unseren Körper sondern gegen viel mehr, gegen Gefühle die wir nicht haben möchten, gegen Fehler die nie hätten passieren dürfen, gegen unsere Vergangenheit, gegen Entscheidungen, die wir heute vielleicht anders treffen würden – gegen unsere Schwächen!

00:09:06: Ängste unserer Tränern oder gegen die Müdigkeit, gegen den Wunsch nach einer Pause.

00:09:15: Oder den Teil in uns der manchmal einfach nur sagen möchte ich kann gerade nicht mehr.

00:09:25: und weißt du was mir irgendwann bewusst wurde?

00:09:28: Vielleicht verbringen wir einfach unglaublich viel Energie damit gegen Teile von uns selbst zu kämpfen.

00:09:37: dabei wollen diese Teile gar nicht verschwinden.

00:09:41: es möchten einfach nur gesehen werden.

00:09:44: Vielleicht ist Angst nicht unser Feind, weil sie uns beschützen möchte.

00:09:49: Vielleicht sind Tränen keine Schwäche sondern einfach eine Sprache unseres Herzens.

00:09:56: und vielleicht ist Erschöpfung nicht Faulheit, sondern einfach ein liebevoller Hinweis unseres Körpers dass wir einfach zu lange stark gewesen sind.

00:10:10: Und vielleicht beginnt selbst Annahme genau dort Nicht wenn plötzlich alles leichter wird sondern wenn wir aufhören gegen das zu kämpfen, was gerade da ist.

00:10:24: Ich glaube ja es gibt einen großen Irrtum, wenn wir über Selbstannahme sprechen denn viele Menschen glauben selbstannahme bedeutet alles an sich gut finden zu müssen immer glücklich sein zu müssen sich jeden tag im spiegel anzusehen und zu denken ich liebe alles an mir.

00:10:43: ganz ehrlich das glaube ich nicht.

00:10:47: Selbstannahme bedeutet für mich nicht, dass ich plötzlich alles großartig finde.

00:10:52: Sie bedeutet auch nicht das sich aufhört zu wachsen oder dass ich nichts mehr verändern möchte.

00:11:00: Natürlich dürfen wir wachsen!

00:11:01: Natürlich dürfen Wir neues lernen.

00:11:05: natürlich dürfen wir auch Gewohnheiten verändern oder Ziele haben.

00:11:10: der Unterschied liegt für mich woanders.

00:11:12: die Frage ist aus welcher Haltung heraus möchte ich mich denn verändern?

00:11:18: Aus Liebe oder aus Ablehnung.

00:11:22: Möchte ich gesünder leben, weil ich meinen Körper liebe oder weil ich ihn ablehne?

00:11:30: Möcht ich etwas Neues lernen, weil Ich neugierig bin?

00:11:34: Oder Weil ich glaube erst dann endlich genug zu sein.

00:11:38: Das macht für mich einen riesengroßen Unterschied Denn Veränderungen aus Liebe fühlt sich leicht an!

00:11:45: Veränderung aus Aplehnung wie Kampf Und ich glaube, Selbstannahme bedeutet genau das.

00:11:52: Dass sich aufhöre mich selbst zu meinem eigenen Gegner zu machen.

00:11:56: Dass ich aufhöere ständig gegen mich selbst anzukämpfen.

00:12:01: Dass Ich mich auch dann respektvoll behandle wenn ich gerade nicht die beste Version von mir selbst bin.

00:12:08: Vielleicht muss ich mich heute noch gar nicht lieben vielleicht reicht es für den Anfang Mich einfach nicht länger abzulehnen und ich glaube dort beginnt echter Innerer Frieden.

00:12:23: In den letzten Jahren hat mich ein Gedanke immer wieder begleitet, vielleicht ist Heilung gar nicht der Moment in dem plötzlich alles verschwindet.

00:12:35: Nicht der Moment wo wir keine Angst mehr haben, keine Zweifel mehr haben , keine Traurigkeit oder Unsicherheit mehr haben.

00:12:43: Vielleicht bedeutet Heilung etwas ganz anderes?

00:12:47: Vielleicht beginnt sie in dem Moment indem wir aufhören gegen uns zu kämpfen gegen das zu kämpfen, was gerade da ist.

00:12:55: Wenn wir eine Angst nicht mehr ausweichen wenn wir eine Träne nicht mehr unterdrücken wenn wir unsere Erschöpfung nicht mehr als Schwäche ansehen oder verurteilen wenn wir auch einen Fehler machen dürfen ohne gleich unseren eigenen Wert in Frage zu stellen.

00:13:14: Heilung bedeutet für mich nicht jemand Neues zu werden sondern nach und nach all die Teile von uns wieder liebevoll in den Armen nehmen zu dürfen, die wir so lange weggeschoben haben.

00:13:32: Und dort geschieht finde ich etwas Wunderschönes!

00:13:35: In dem Moment, in dem wir aufhören gegen uns selbst zu kämpfen.

00:13:40: da entsteht ein Raum.

00:13:43: Ein Raum zum Atmen, zum Fühlen auch einen Raum für Mitgefühl und vor allem ein Raum für Frieden.

00:13:53: und ich glaube dort beginnt Heilung.

00:13:57: nicht weil plötzlich alles gut ist, sondern weil wir endlich auf derselben Seite stehen wie wir selbst.

00:14:06: Seit einiger Zeit begleitet mich eine Frage keine große oder komplizierte Frage aber eine die unglaublich viel in Bewegung bringen kann welcher Teil von mir wartet eigentlich schon so lange darauf endlich angenommen zu werden?

00:14:30: Ist es der Teil der immer glaubt stark sein zu müssen, der immer leisten will oder möchte.

00:14:41: Der Angst davor hat Fehler zu machen?

00:14:44: oder auch der Teil der sich schämt, der traurig ist oder sich vielleicht alleine fühlt?

00:14:54: oder vielleicht einfach der Teil, der sich sehnt endlich einmal nicht perfekt sein zu müssen.

00:15:03: Vielleicht möchten diese Teile gar nicht verändert werden?

00:15:07: Vielleicht möchten sie einfach gesehen werden gehört werden und vielleicht möchten sie zum ersten Mal erleben, dass wir nicht mehr gegen sie kämpfen.

00:15:19: Sondern einfach leise sagen du darfst da sein!

00:15:26: Ich denke genau da beginnt selbst Annahme Nicht mit.

00:15:31: ich liebe alles an mir sondern auch dieser Teil von mir darf einfach da sein.

00:15:38: Vielleicht musst du gar kein anderer Mensch werden.

00:15:40: Vielleicht möchte einfach ein Teil von dir zum ersten Mal nicht weggeschoben und nicht bekämpft werden.

00:15:49: Denn Selbstannahme geschieht meistens nicht in einem einzigen großen Moment, sie beginnt leise mit einer kleinen Entscheidung, einem freundlichen Gedanken einfach mit einem liebevollen Blick auf uns selbst – und mit der Bereitschaft uns nicht länger zu verurteilen sondern neugierig kennenzulernen!

00:16:12: Und genau deshalb möchte ich dir jetzt wieder ein paar Ja, Alltagstools mitgeben.

00:16:18: Keine Übungen die dein Leben von heute auf morgen verändern sollen sondern einfach kleine Impulse, die dir vielleicht helfen können Schritt für Schritt eine neue Beziehung zu dir aufzubauen.

00:16:31: Denn Selbstannahme passiert meist nicht mit einem großen Sprung wie gesagt Sondern mit vielen kleinen Momenten in denen wir uns immer wieder bewusst dafür entscheiden Auf unserer eigenen Seite zu stehen.

00:16:45: Selbstannahmen ist für mich Keine Entscheidung, die wir einmal treffen.

00:16:49: Sie ist eine Beziehung, die will jeden Tag aufs Neue gestalten.

00:16:58: Werkzeug Nummer eins Den inneren Kritiker bemerken Beobachte dich in den nächsten Tagen einmal ganz bewusst Nicht um dich zu bewerten sondern aus reiner Neugier.

00:17:13: Wann sprichst du streng mit dir?

00:17:17: Vielleicht wenn dir ein Fehler passiert oder wenn etwas nicht so läuft, wie du es geplant hast.

00:17:23: Oder wenn du in den Spiegel schaust?

00:17:27: Versuche diesen Gedanken nicht sofort zu verändern sondern nimm diesen Gedanken oder diese Gedanken einfach mal wahr!

00:17:35: Dein Bewusstsein beginnt genau in dem Moment indem wir bemerken, wie wir mit uns selbst sprechen.

00:17:44: Werkzeug Nummer zwei würde ich auch mit einem geliebten Menschen sprechen?

00:17:51: Immer wenn du bemerkst, dass du dich gerade selbst kritisierst, dann halte einen Moment inne.

00:17:58: Atme durch und stelle dir eine Frage!

00:18:03: Würde ich so mit meinem besten Freund oder meiner besten Freundin oder vielleicht sogar mit meinem Kind sprechen?

00:18:11: Oder mit einem anderen Menschen den ich liebe?

00:18:15: Wenn die Antwort nein lautet, dann fragt dich warum glaube ich das ich selbst eine Sprache verdient habe die ich keinem anderen Menschen zumuten würde.

00:18:27: Allein diese Frage kann ganz, ganz viel verändern.

00:18:34: und Werkzeug Nummer drei auch dieser Teil von mir darf da sein.

00:18:40: Suche dir in den nächsten Tagen einen Moment aus indem etwas in dir auftaucht dass du normalerweise sofort wegschieben würdest.

00:18:49: Ganz egal ob das Angst ist oder Ungewissheit Unsicherheit Müdigkeit Oder Traurigkeit und anstatt diesen Anteil sofort verändern zu wollen, sage dir ganz bewusst auch dieser Teil von mir darf da sein.

00:19:12: Nicht ich muss ihn lieben nicht er muss für immer da bleiben.

00:19:16: einfach nur du darfst gerade da sein!

00:19:23: Und Werkzeug Nummer vier ein Brief an dich selbst.

00:19:28: vielleicht schaffst du es dir diese Woche einfach zehn oder fünfzehn Minuten Zeit zu nehmen.

00:19:36: Stell dir vor, du sitzt eine ältere weise Version von dir gegenüber.

00:19:42: Eine Version die dich dein ganzes Leben begleitet hat – die alle Kämpfe kennt, alle Ängste, alle deine Tränen aber auch natürlich deine Stärken.

00:19:55: und diese weiße Version schreibt ihr nun einen Brief.

00:19:58: Keinen Brief voller Ratschläge sondern einem Brief volle Verständnis!

00:20:06: Vielleicht beginnt dieser Brief mit den Worten, ich weiß wie sehr du dich all die Jahre bemüht hast oder auch Du musst mir nichts mehr beweisen.

00:20:20: Lass die Worte einfach fließen!

00:20:22: Oft entstehen dabei Gedanken, die unser Verstand allein niemals gefunden hätte.

00:20:28: Vielleicht hast du heute an der einen oder anderen Stelle dieses Podcasts bemerkt, wie oft du in deinem Leben gegen dich selbst gekämpft hast.

00:20:37: Vielleicht hast du einen Teil von dir wiedererkannt, den du ja schon lange verändern möchtest oder einen Teil, den Du bisher lieber weggeschoben hast.

00:20:48: Und vielleicht hast du heute zum ersten Mal den Gedanken zugelassen dass dieser Teil gar nicht dein Gegner ist sondern einfach gesehen werden möchte.

00:20:58: und deshalb möchte ich dich jetzt zu einer kleinen Reise einladen Nicht zu einer Reise, auf der du ein anderer Mensch werden sollst.

00:21:06: Sondern zu eine Begegnung mit dem Menschen, der du schon immer warst.

00:21:10: Mit all deinen Stärken und Verletzungen.

00:21:14: Mit deiner Schönheit!

00:21:16: Und vielleicht darfst du heute einfach ein paar Minuten erfahren wie es sich anfühlt dir selbst ohne Bewertung gegenüber zu treten nicht um etwas zu verändern oder zu erreichen sondern einfach um da zu sein Genau so wie du bist.

00:21:36: Also, lass uns gemeinsam hinter den nächsten Schleier schauen!

00:21:42: Mach es dir für ein paar Minuten ganz bequem und wenn du magst dann schließe deine Augen.

00:21:50: Nimm einen tiefen Atemzug durch die Nase ein und durch den leicht geöffneten Mund wieder aus und ausatmen.

00:22:17: Spüre für einen Moment den Boden unter dir Spüre wie du getragen wirst.

00:22:33: Heute musst du nichts leisten, musst niemandem etwas beweisen.

00:22:42: Du musst nicht zerreichen.

00:22:47: Für diesen Moment darfst du einfach nur da sein.

00:22:54: Stell dir nun vor, du gehst einen Weg entlang Ganz ohne Ziel ganz ohne Eile Und mit jedem Schritt wird es stiller.

00:23:14: Der Lärm des Alltags tritt langsam in den Hintergrund.

00:23:21: Gedanken dürfen kommen und wieder weiterziehen.

00:23:29: Bist du schließlich auf einer kleinen Lichtung ankommst, Und vor dir steht ein Mensch ganz ruhig, ganz friedlich Du gehst langsam näher.

00:23:56: Während du näher kommst erkennst du Dieser Mensch.

00:24:00: bist du nicht jünger Nicht älter Nicht erfolgreicher oder perfekter?

00:24:14: Einfach du so wie du gerade bist, mit allem was dazugehört.

00:24:24: Deiner Freude, deinen Zweifeln, mit deinen Stärken, deinen Verletzungen und Träumen – mit deinen Ängsten und deinen Geschichten!

00:24:49: Ihr schaut euch einen Moment einfach nur an ohne Bewertung, ohne Erwartungen.

00:25:04: Vielleicht bemerkst Du, wie lange es her ist, dass Du Dir selbst wirklich begegnet bist?

00:25:14: Und nun….

00:25:16: Geh langsam einen Schritt näher.

00:25:21: Vielleicht möchtest du deinem Gegenüber zu lächeln, in meine Hand reichen oder ihr umarmt euch einfach weil ihr zusammen gehört.

00:25:43: bleibe einem Moment in dieser Umarmung und spüre die Wärme, die Ruhe und Verbundenheit.

00:26:03: vielleicht fließen Tränen, vielleicht entsteht ein Lächeln, vielleicht einfach nur Stille.

00:26:17: alles darf da sein.

00:26:23: und dann höre, wie dein Gegenüber leise flüstert.

00:26:29: Du musst mir nichts beweisen!

00:26:34: Du musst nicht perfekt sein!

00:26:39: Du muss nicht ständig stark sein.

00:26:44: du musst nichts leisten um wertvoll zu sein.

00:26:51: Ich habe dich nie verlassen.

00:26:54: ich war die ganze Zeit hier Und ich nehme dich genauso an wie du bist.

00:27:08: Lass diese Worte ganz tief in deinen Herz sinken.

00:27:16: Vielleicht gibt es auch etwas, das du deinem Gegenüber sagen möchtest.

00:27:30: Löse dich nun langsam wieder aus der Umarmung nicht weil er euch trennt sondern weil du erkennst.

00:27:40: dieser Mensch wird dich nie verlassen denn er ist ein Teil von dir.

00:27:52: Atme noch einmal tief ein und langsam wieder raus.

00:28:04: spüre den Raum um dich deinen Körper Und nimm dieses Gefühl von Annahme mit zurück in deinen Alltag, in dem Wissen.

00:28:21: Du musst heute niemand anderes werden!

00:28:25: Du darfst einfach du sein und wenn du soweit bist dann öffne wieder deine Augen.

00:28:38: Vielleicht beginnt Frieden nicht erst dann, wenn wir endlich perfekt geworden sind.

00:28:44: Vielleicht beginnen Frieden genau in den Moment, indem wir aufhören gegen uns selbst zu kämpfen.

00:28:52: Vielleicht musst du gar kein anderer Mensch werden.

00:28:56: Vielleicht darfst du einfach beginnen, den Menschen anzunehmen der die ganze Zeit schon da war.

00:29:05: Den Echten dich bis zum nächsten Mal hinter dem Schleier.

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